Großes Interesse der Bevölkerung am

Tag der offenen Tür (16.10.2016)

         
 

Auch der Landrat hat sich unsere neuen Räume angesehen

Am Mittwoch, dem 02.11.2016 besuchte uns der Landrat. Da er an unserem Tag der offenen Tür verhindert war, hatte er sich zu diesem Termin angesagt. Gegen 15.00 Uhr begrüßte ihn Georg Hagmann und der harte Kern der Mittwochsgruppe. Zunächst wurden ihm die „neuen“ Räume vorgeführt und anschließend traf man sich in unserem Versammlungs- und Arbeitsraum zu einem regen Gedankenaustausch.

Der Landrat zeigte sich sehr beeindruckt von dem Engagement, der Arbeitsweise und dem vorhandenen Fundus an historisch bedeutsamen Unterlagen, Sammlungen und Materialien.

 
         
 
 
         
     
         
         
         
         
         
 

Eine neue Schaltzentrale der Geschichte

Heimatfreunde Neuenhaus mit neuem Domizil zufrieden – Archiv wird aufwendig digitalisiert



Die Heimatfreunde in Neuenhaus haben ihr neues Zuhause an der Lager Straße vorgestellt. In den Räumen hat nicht nur das Archiv einen Ort gefunden; für die Mitglie­der stehen jetzt auch hel­le und freundliche Zim­mer zur Verfügung.

Von Günter Plawer


NEUENHAUS.
Das Interesse an der alten Zeit ist groß. Das zeigen die zahlreichen Besu­cher am Sonntagnachmittag, als die Heimatfreunde ihr neues Domizil an der Lager Straße der Öffentlichkeit vor­stellen. Sie stöbern an den großen Tischen in alten Al­ben und Büchern und ma­chen dabei so manche Entde­ckung. Dabei helfen die Hei­matfreunde den Betrachtern, die alten Ansichten an den richtigen Ort und in die rich­tige Zeit zu bringen. So auch Gerda Hagmann. Sie zeigt Irmgard Strecker ein dickes Album mit Fotografien und Postkarten, die wohl schon mehr als 70 Jahre alt sind. „Das kenn ich alles noch“, stellt Irmgard Strecker zu­frieden fest und Gerda Hag­mann erklärt ihr, woher die kleinen und großen Schätze stammen. „Wir müssen auf­passen, dass nichts verloren geht. Wenn ein Haushalt auf­gelöst wird, kann es schnell passieren, dass solche wert­vollen Alben auf dem Müll landen. Da müssen wir so manches Mal hinterher.“ In den vergangenen Jah­ren haben die Heimatfreun­de einiges zusammengetra­gen. Das sind mittlerweile mehr als 10.000 alte Fotos, und die gesammelten Zei­tungsartikel gehen bis in die Zeit um 1900 zurück. Dazu kommen noch Bilder und Heimatkalender aus längst vergangenen Tagen. Vieles wurde den Heimatfreunden gespendet oder stammt aus Nachlässen. „Das alles muss in ein Archiv eingepflegt wer­den“, sagt Berend Vette von den Heimatfreunden. „Wir wollen unseren Bestand digi­talisieren. Dafür müssen die Fotos eingescannt und mit dem restlichen Bestand auch verschlagwortet werden.“ Dafür stehen mehrere PC-Ar­beitsplätze zur Verfügung. „Natürlich können wir hier auch noch ein wenig im In­ternet stöbern, um noch wei­tere Informationen zu erhal­ten“, meint Vette.

In einem weiteren Raum stehen in hohen Regalen zahlreiche Archivboxen. „Hier bewahren wir die Uten­silien von unseren Ausstel­lungen auf“, erklärt Vette. „Jedes Jahr zu Weihnachten bereiten wir ein Thema vor. Dazu suchen wir dann alte Fotos und Zeitungsartikel zu­sammen. Was nicht wieder an seinen bisherigen Aufbe­wahrungsort kommt, wird in diesen Archivboxen gesam­melt.“ Aber auch wenn die Hei­matfreunde schon über ein großes Archiv verfügen, sind sie immer wieder an alten Zeitdokumenten interessiert. Dazu zählen Exemplare des Bentheimer Heimatkalen­ders aus der Zeit vor 1945 so­wie alte Postkarten, Bücher und auch Feldpost aus dem 1. und 2. Weltkrieg.

Die Mitglieder der Archiv­gruppe treffen sich an jedem Mittwoch von 9 bis 12 Uhr, al­le anderen Mitglieder sind an jedem letzten Mittwoch im Monat ab 19.30 Uhr willkom­men. Und auch wenn sich die neuen Räume an der Lager Straße im Obergeschoss be­finden, können dank eines Treppenlifts auch gehbehin­derte Menschen kommen. Der Umzug in die neuen Räu­me war erforderlich gewor­den, weil das alte Vereinsdo­mizil an der Morsstraße der jüngst erfolgten Erweiterung der Sternwarte wich.

 
     
         
     
         
 

Viele Interessierte an der regionalen Heimatgeschichte waren am Sonntagnachmittag gekommen, um die neuen Aufenthaltsräume der Heimatfreunde zu besichtigen und um sich über ihre Arbeit zu informieren.
Die ersten Besucher erschienen schon um 14 Uhr an der Lager Straße. Zu sehen waren u.a. ein umfangreiches Fotoarchiv mit Film- und Fotopräsentationen am Bildschirm, Zeitungsdokumentationen aus vielen Jahrzehnten, die kompletten Grafschafter, die Bentheimer und Emsländischen Jahrbücher, Chroniken,Tagebücher und vieles mehr.

Im Archivraum waren sämtliche von den Heimatfreunden erstellten Ausstellungen der letzten 24 Jahre einzusehen.

Der Hochzeitsservice, weit über Neuenhaus bekannt, präsentierte sich mit einer Fotodokumentation.

Unter anderem konnten am Sonntagnachmittag Familiengeschichten
aus unserer Zeitungsdokumentation geklärt werden.

Viele jüngere interessierte Besucher stöberten in verschiedenen
Chroniken, Tagebüchern und Poesiealben. Dem Verein wurden in vielen Gesprächen bei einer Tasse Kaffee Nachlässe aus unterschiedlichen Bereichen angeboten. Fotos und andere Dokumente, die für die Archivierung von Interesse sind, können sehr gut auch im Haus eingescannt werden,so dass diese in den Privatalben und im Privatbesitz bleiben können. Die Mitglieder der Heimatfreunde sind sehr an die Erhaltung von altem Schriftgut, Fotos o.ä. interessiert und freuen sich auf die Unterstützung der Bevölkerung, so dass möglichst vieles für die nachkommenden

 
         
   
         
     
         
     
         
     
         
     
         
     
         
   
         
     
         
     
         
     
         
     
         
     
         
     
         
     
         
   
         
   
         
     
         
     
         
     
         
   
 
         
     
         
 
 
         
   
         
 
„Tag der offenen Tür“
 
         
 
Sonntag, 16.10.2016 von 15 bis 18.00 Uhr
im neuen Domizil an Lager Straße
 
     
  Wind bei Heimatfreunden  
     
 
 

Seit einigen Monaten sind die Heimatfreunde Neuenhaus in ihrem neuen Domizil an der Lager Straße 19 anzutreffen. Die bisherigen Vereinsräume in der Sternwarte an der Veldhausener Straße mussten aufgrund der Erweiterungspläne in Sachen Planetarium aufgegeben werden.

Neuenhaus. Die neuen Arbeits- und Aufenthaltsräume der Heimatfreunde werden am kommenden Sonntag, 16. Oktober, in der Zeit von 15 bis 18. Uhr der Öffentlichkeit vorgestellt. Der Verein nimmt dieses Ereignis zum Anlass, etwas aus dem breiten Spektrum seiner Arbeitsbereiche vorzustellen.

Dazu gehört die Verwaltung eines mit rund 10.000 Fotos aus der Stadt und der Samtgemeinde Neuenhaus bestückten Archivs, die Darstellung der jährlichen Fotoausstellung im Alten Rathaus, die Foto- und Filmpräsentation der Neuenhauser und Grafschafter Geschichte, das Verwalten von Zeitungsdokumenten ab dem Jahr 1900, das Gewähren von Einblicken in das Archiv, die Pflege nachbarschaftlicher Beziehungen zu gleichartigen Vereinen auf beiden Seiten der deutsch-niederländischen Grenze und die Präsentation historisch bedeutsamer Gegenstände. Daran ist erkennbar, dass sich die Heimatfreunde zur Aufgabe gemacht haben, Geschichte und Kultur der Stadt und Samtgemeinde zu pflegen und zu fördern.

Zahlreiche engagierte Mitglieder führen unterschiedlichste Aktivitäten durch – vom Hochzeitsservice bis zu den jährlich durchgeführten geschichtsbezogenen Ausstellungen zur Förderung der Heimatpflege. Somit verfolgt der Verein als besonders förderungswürdig anerkannte gemeinnützige Zwecke. Natürlich sind die Heimatfreunde immer offen für neue Impulse und vor allem dankbar für weitere Unterstützung. „Wir freuen uns über neue aktive oder passive (fördernde, sich auf Beitragszahlung beschränkende) Mitglieder“, sagt 1. Vorsitzender Hagmann im Gespräch mit den GN. Auch mit Spenden, die steuerlich abzugsfähig sind, könne die Vereinsarbeit wirksam unterstützt werden.

Neuestes Projekt der Heimatfreunde ist die Dekorierung von Schaufenstern zurzeit leer stehender Geschäfte in der Innenstadt: „Wir bestücken größere Tafeln mit Neuenhauser Fotos und befestigen diese dann direkt hinter der jeweiligen Fensterfläche“, erklärt 1. Vorsitzender Georg Hagmann. In den Fenstern der ehemaligen Gaststätte und des Lebensmittelgeschäftes Börger wurde kürzlich die Ausstellung „Hauptstraße Neuenhaus – Früher und Heute“ installiert. Interessierte Eigentümer von entsprechenden Gewerbeobjekten können sich bei den Heimatfreunden unter Telefon 05941 985363 melden.

Die Grafschafter Volksbank hat das Engagement der Heimatfreunde Neuenhaus pünktlich zu deren „Tag der offenen Tür“ mit einer Spende unterstützt. Drei Bilder des verstorbenen Neuenhauser Heimatmalers Georg Stillig konnten so neu gerahmt werden. Am vergangenen Freitag überreichte Anke Lönink, Privatkundenberaterin der Grafschafter Volksbank – Geschäftsstelle Neuenhaus – die drei frisch gerahmten Neuenhauser Motive an den Vereinsvorstand.

Die Heimatfreunde sind übrigens immer auf der Suche nach Exemplaren des Bentheimer Heimatkalenders aus der Zeit vor 1945 sowie nach alten Postkarten, Büchern, Feldpost aus dem 1. und 2. Weltkrieg, Gerichtsakten und allem, was mit der Stadt und der Samtgemeinde Neuenhaus irgendwie im Zusammenhang steht.