Kirchen
         
  Ev.- ref. Kirche Neuenhaus
Pastor Voget, Lager Straße 4, 49828 Neuenhaus, Tel: 05941/ 5005, E-Mail: joergvoget@t-online.de
Gottesdienste: jeden Sonntag 10.00 Uhr
 
         
         
 

Der überwiegende Teil der Bevölkerung der Stadt Neuenhaus wie übrigens auch der ganzen Grafschaft Bentheim gehört zur Evangelisch-Reformierten Kirche. Zwar hat sich das Verhältnis in den letzten 50 Jahren durch besondere Umstände (Industrialisierung, Kriege, Vertriebenenzustrom u.s.w.) zugunsten anderer Konfessionen verschoben, aber im allgemeinen ist es doch noch so wie vor etwa 400 Jahren. Die Ursache dieser Tatsache ist der Umstand, daß zur Zeit der Reformation die Bewohner der Grafschaft Bentheim — wie auch in anderen Ländern — sich nach den jeweiligen Herrscherhäusern und nach der Geistlichkeit richteten. Als daher der Graf Arnold I. (1530—1553) im Jahre 1544 die Prediger der Grafschaft zu sich rief und vorschlug, sich zur Lehre Martin Luthers und der Augsburger Konfession zu bekennen, stimmten ihm alle zu mit Ausnahme von Engden, Drievorden und Wietmarschen, die katholisch bleiben wollten. Graf Arnold II. (1562—1606) hatte später die reformierte Universität Straßburg besucht, und er entschied sich dann um 1755 für das reformierte Bekenntnis nach der Lehre Calvins. 1588 beschlossen die Prediger der Grafschaft Bentheim unter seiner Leitung, alle Kirchengüter einzu­ziehen und die Bilder, Altäre, Kruzifixe usw., die man vorerst noch in den Kirchen belassen hatte, aus ihnen zu entfernen. Da der Graf keine persönliche Bereicherung wünschte, gründete er 1597 das „Geist­liche Rentamt", welches nun die eingezogenen Güter verwaltete. Die beiden Neuenhauser Prediger Jodocus oder Joost Crull (1542 berufen) und Alexander Jungius wurden damals als eifrige Förderer der Reformation bezeichnet. Das alte Kirchengebäude war um 1680 im höchsten Maße baufällig, da durch den Dreißigjährigen Krieg und seine Folgen, Requirierungen, Kontributionen, Räubereien und Brandschatzungen, Hunger und Seuchen (Pest), die Bevölkerung nicht imstande gewesen war, irgendwelche Reparaturen vornehmen zu lassen. So begann man denn im Jahre 1684 mit dem Bau der jetzigen reformierten Kirche in der Stadtmitte. Sie war also von Anfang an eine reformierte Kirche. Als treibende Kraft wurde bei diesem Neubau der Pastor Nikolaus Metelerkamp senior bezeichnet, welcher 1679 berufen wurde und am 11. Oktober 1707 im Alter von 78 Jahren starb. Von den Kirchenältesten leitete den Kirchbau hauptsächlich der General-Steuer-Einnehmer für die Niedergrafschaft, Hermann von Geßler. Er wohnte in dem späteren ersten Pfarrhaus gegenüber der Kirche mit dem Wappen der Familie Geßler-Lohmann und der Jahreszahl 1684. Es war später das Wohnhaus Pastor Mennenga's, heute ist es das Geschäfts­haus Brill. Das Wappen ist noch heute sehr schön zu sehen. Da die Gemeinde kein Geld hatte, wurde um Spenden gebeten, und zwar hauptsächlich in Holland. In den Grafschafter Nachbargemeinden war doch nur sehr wenig zu holen, sie waren durchweg ebenso verarmt wie Neuenhaus. Holland aber hatte endlich das spanische Joch abgeschüttelt und erlebte eine Art Wirtschaftswunder. Da in den Schreckensjahren des Krieges viele Niederländer in der Grafschaft Bentheim als Flüchtlinge Hilfe und liebevolle Aufnahme gefunden hatten, auch inzwischen zahlreiche Verbindungen verwandtschaftlicher und auch geschäftlicher Art entstanden waren, konnte man mit einer gewissen Dank­barkeif der Niederländer rechnen. Diese Rechnung ging auch auf, es wurde gespendet in „Groningen en Ommelanden, Drenthe en Overijssel".

1683 wurde gesammelt, 1684 der Bau bereits angefangen. Nach dem Beginn ihrer Bauzeit ist die evangelisch-reformierte Kirche von Neuenhaus die älteste der nach der Reformation erbauten Kirchen, nicht aber nach der Zeit ihrer Vollendung gerechnet. Die Kirchen von Bentheim und Lage z. B. sind später angefangen, aber früher in Gebrauch genommen worden. Die Neuenhauser Kirche hat keinen Chor- oder Altarraum, sie ist eine einfache Predigtkirche. Die Bänke sind alle zur Kanzel hin ausgerichtet. Der Turm ist ein sogenannter Dachreiter. Er wurde schon bald nach dem Bau als zu leicht beanstandet, hat aber bis heute noch immer ausgehalten. Die erste Orgel wurde vom Orgelbauer Heinrich Quellhorst aus Ootmarsum (Holland) bald nach 1800 erbaut. Sie wurde 1929 durch eine neue pneumatische Orgel ersetzt. Besonders bemerkenswert und sowohl historisch als auch künstlerisch wertvoll ist der alte Prospekt. In den Jahren 1933/34 wurde das Kirchendach renoviert und der Turm mit Schiefer neu gedeckt. Nach mehreren Ausbesserungen erfolgte im Jahre 1962 eine Gesamtrenovierung mit Anstrich, Mauertrockenlegung, Umordnung der Bänke vor der Kanzel und dem Einbau einer automatischen Ölheizung. Der Kirchenraum innen hat eine Länge von 23,50 m, eine Breite von 12,35 m und eine Höhe (bis zum Gewölbe) von 9,50 m. Es sind 480 Sitzplätze vorhanden. Neuenhaus war nie ein Kirchspielort wie z. B. Uelsen, Emlichheim, Veld­hausen usw., das heißt, es gehören außer dem Stadtgebiet keine benach­barten politischen Gemeinden zum Kirchspiel.

 

 

     
         
     
         
     
         
     
         
Ev.- ref. Kirche Veldhausen
Pastor Roters, Pastor Hagmann, 49828 Neuenaus, Lingener Straße 2
info@veldhausen-reformiert.de; b.roters@veldhausen-reformiert.de; j.hagmann@veldhausen-reformiert.de
         
         

Veldhausen, Ortsteil der Stadt Neuenhaus, ist ein über 1000 Jahre altes Kirchspieldorf, in der Grafschaft Bentheim. Der Ortsteil hat heute ca. 2400 Einwohner. Die Gemeindeglieder stammen auch aus den umliegenden Gemeinden Grasdorf, Esche und Osterwald. Zur Zeit zählt unsere Gemeinde ungefähr 3400 Gemeindeglieder. Der stumpfe Turm der aus Bentheimer Sandstein gebauten Kirche überragt das Dorf und prägt das Ortsbild.

Von welcher Seite wir in das Dorf Veldhausen kommen, immer grüßt der markante Turm der reformierten Kirche. Erst wenn wir näher ins Dorf gelangen, tritt neben dem hohen, quadratischen Sandsteinturm mit seiner schönen Ballustrade im Fischblasenmuster und seinem inwischen zum Wahrzeichen gewordenen "Notdach" das Kirchengebäude in den Blick. Die Kirche - ebenfalls aus Bentheimer Sandstein - ist ein einschiffiger gotischer Hallenbau. Sie ist in mehreren Bauabschnitten errichtet worden.
Mit dem Bau ist nach 1411 begonnen worden. Kirchenschiff und Chor wurden wahrscheinlich vor 1500 vollendet. 1822 ist an der Nordseite ein Querarm angebaut worden. Der Turm muss 1509 fertig gewesen sein. In diesem Jahr sind 2 Glocken von Westerhues gegossen worden. Eine dieser Glocken hat die Kriege überstanden und ist bis heute erhalten geblieben. Beim Gang um die 1994 sehr schön restaurierte Kirche fallen an den südlichen Stützpfeilern des Chores einige Inschriften aus den Jahren 1623 und 1651 auf. Die alte Sonnenuhr mahnt zur eiligen Abkehr von den Sünden, während zwei inschriften in Augenhöhe Christus als alleinige Säule, alleinigen Grund der Kirche bekennen. Weiter sehen wir eine Fülle alter Steinmetzzeichen und Jahreszahlen des Baus (nicht mehr genau zu entziffern) und der Renovierungen der Kirche 1853. Im Bereich der Türen der Südseite sind eine Reihe sogenannter "Pestschaben" eralten. Sie berichten von Not und Hilflosigkeit früherer Generationen im Umgang mit der schrecklichen Krankheit. Man sprach dem abgeschabten Sandstein der Kirche heilende Wirkung zu.
Betreten wir die Kirche durch den Turm, gewinnen wir noch beinahe unverstellt den Eindruck der gotischen Hallenkirche. Sie weist zwar nur noch wenig Zeugnisse ihrer ersten Zeit auf, doch beeindruckt sie durch ihre klare, schlichte Architektur. Von ihrem Ursprung her sind die weideraufgefrischten und ergänzten Buketttmalereien um die Gewölbeschlusssteine (Lebensbäume) beachtenswert. Ein Schlussstein (in der Nähe der Orgel) lässt ein Gesicht erkennen. Die innere Gestaltung der Kirche bezeugt ihre lange reformierte Geschichte.
Um die Sandsteinkanzel aus dem 17. Jahrhundert gruppieren sich die Bänke nach drei Seitenhin. Mittelpunkt der Kirche ist die Kanzel, der Predigtstuhl, weil Mitte des reformierten Gottesdienstes die Verkündigung des Evangeliums ist. Vor der Kanzel ist vor einigen Jahren der alte Taufstein aufgestellt worden, nachdem er lange Jahre im Garten eines Pfarrhauses fast vergraben war. 'Die schlichte Form seines Sandsteinbeckens deutet auf en höheres Alter als das der Kirche hin. Leider blieb sein Sockel unauffindbar. An alten Gegenständen sind in der Kirche nur noch die beiden Kronleuchter mit Amsterdamer Wappen und Reste des alten Gestühls im Chor (1637) und als Ballustrade der Empore im nördlichen Anbau zu sehen. Juwel der Veldhausener Kirche ist ihre Orgel. Sie wurde 1793 von dem Orgelbauer Courtain im französischen Stil gebaut. Nach einer gründlichen Erforschung ihrer ursprünglichen Disposition und sorgfältiger Renovierung durch die Orgelbaufirma Verschueren aus Holland Ende der 80er Jahre ist sie heute das einzige originalgetreue Instrument dieses Orgelbauers im deutschen Raum.
Manche alte Übung hat sich um die Veldhausener Kirche erhalten. So wird - wie sicher fast überall - dreimal am Tag geläutet, morgens um 7.00 Uhr, mittags um 12.00 Uhr, abends um 21.00 Uhr. Nicht die Tageszeit sollen die Glocken ansagen, sie rufen die Gemeinde zum Gebet. Samstags um 18.00 Uhr läuten die Glocken den Sonntag ein und rufen am Sonntag zum Gottesdienst, wie sie auch die Gemeinde zu Gottesdiensten in der Woche, bei Trauungen und Beerdigungen etwa, einladen. Stirbt ein Gemeindeglied schlagen morgens um 8.30 Uhr die Glocken an, wohl um die ganze Gemeinde Anteil nehmen zu lassen an der Trauer einzelner Gemeindeglieder bzw. Familien. Die Glocken zeigen an, ob ein Kind gestorben ist - sie schlagen dreimal an -, eine Frau - sie schlagen zweimal an -, oder ein Mann - sie schlagen einmal an.
Die drei Glocken der Kirche tragen folgende Inschriften: Die große Glocke: gegossen 1949 von Gebr. Rincker Sinn "Der Herr soll Herr über euch sein".
Die mittlere Glocke: gegossen 1509 von Wolter Westerhues, umgegossen 1949 von Gebr. Rincker Sinn "Allein Gott in der Höh sei Ehr".
Die kleine Glocke: gegossen im Jahre 1839 von J.B. Bubous "vivos voco, mortuos plango, fulgura frango" (übersetzt: Die Lebenden rufe ich, die Toten beklage ich, die Blitze breche ich). Die Inschrift auf dem Mantel der Glocke latutet: "Uit gevoel tot dankbarheid aan God is tot het omgegen dezer klok door Jan Harm Raben en Berndina Raben drie hondert gulden gegeven".
Um Weihnachten und zum Jahreswechsel pflegen die jungen Leute des Dorfes den alten Brauch des "Beierns" (die Glocken werden mit der Hand angeschlagen).
Bei der Außenrenovierung der Kirche 1994 wurde eine alte, gut erhaltene Grabplatte der Familie von Stampa aus dem Jahre 1716 zu Tage gefördert. Sie hat ihren Platz im Innern des Turmes gefunden.

Die Veldhausener reformierte Kirche bietet viele interessante Einblicke in die Geschichte der Gemeinde. Ihr eigentlicher Sinn und ihre Würde wird bleiben, Ort des Gottesdienstes und Mitte der Gemeinde zu sein.

         
     
         
     
         
     
         
Ev.- altref. Kirche Veldhausen
Pastor Fritz Baarlink, Pastor Dieter Wiggers, 49828 Neuenaus, Mühlenstr.26, Tel. 05941-4462
veldhausen(äht)altreformiert.de
         
         

Die Anfänge
Die Gemeindegründung in Veldhausen geht (wahrscheinlich) auf das Jahr 1849 zurück. Vorher besuchten Gemeindeglieder, die mit der Reformierten Kirche nicht einverstanden waren, die Versammlungen der Separatisten in Haftenkamp und Uelsen. Auch kamen Prediger der bereits gegründeten neuen Gemeinden in Wilsum und Uelsen regelmäßig nach Grasdorf, wo der Landwirt Holtgeerds seine Scheune für die Versammlungen zur Verfügung stellte.
Gründe für die Trennung
Nachdem Napoleon Europa beherrschte, kam aufklärerisches Denken auch in die Provinz. Davon blieben natürlich die Kirchen nicht unberührt. Viele Grafschafter standen den neuen Gedanken skeptisch bis ablehnend gegenüber. In der Kirche gab es einige Änderungen und Verschiebungen: man sang nicht mehr nur Psalmen moralische Vorstellungen wurden weniger streng befolgt biblische Texte wurden hinterfragt das reformierte Bekenntnis wurde "verwässert" Dadurch war ein Rückzug in die Orthodoxie, in die "alte Wahrheit" erkennbar. Selbst in Veldhausen, wo an sich noch "rechtgläubige" Pastoren in der Reformierten Gemeinde ihren Dienst ausübten, begannen Gemeindeglieder - relativ spät! - mit eigenen Versammlungen, zu denen Prediger aus bereits abgeschiedenen (später: altreformierten) Gemeinden anreisten.
Die Pastoren
Roelof Eising,
5.12.1852 – 4.3.1855,1852 wird eine erste "Kirche" (jedoch ohne Turm und Glocken, also eher ein Gemeindehaus) errichtet.,Gemeindeglieder bemühen sich, aus dem Kirchenbuch der Reformierten Kirche gestrichen zu werden.,Trauungen müssen weiter in der ref. Kirche vor dessen Pastor stattfinden (= Standesamt bis 1872)
Hermannus op‘ Holt,
25.5.1856 – 20.11.1857, Im Kirchenratsprotokoll überwiegen Notizen, die sich mit der Aufsicht über den Lebenswandel der Gemeindeglieder befassen. Pastor und Kirchenrat wachen über die Herde. Pastor op’t Holt muss "als lästiger Ausländer" das Königreich verlassen, nachdem ihm seine Kritik an die Landeskirche eine Klage wegen Beleidigung des obersten Landesherrn, König Georg V. von Hannover, einbrachte. Er kehrt in die Niederlande zurück
Gerd Kramer,
20.12.1857 – 29.11.1863; Offizielle Trennung von der Reformierten Landeskirche: Die Gemeinde wird größer und erhält für Alte Piccardie und Esche jeweils eigene Bezirksälteste im Kirchenrat. Pastor Kramer wird 1860 beauftragt, Studenten zu unterrichten und auf den Pastorenberuf vorzubereiten.
Nickolaas Martin Steffens,
28.11.1865 – 23.1.1870
Es wird eine Armenkasse (Diakoniekasse) eingerichtet, denn die Gemeinde muss selbst für ihre Armen aufkommen. Pastor Steffens übernimmt 1865 die Ausbildung der Theologiestudenten. Er entwickelt sich zum Schriftsteller und Verteidiger der (alt)reformierten Lehre.
Eliezer Kropveld
2.10.1870 – 4.1.1874, Pastor Kropveld ist gebürtiger Jude und wechselte nach langen inneren Kämpfen 1862 zum christlichen Glauben. Er übernimmt in Veldhausen seine erste Pastorenstelle. Es wird 1870 eine Sonntagsschule eingerichtet . Das Pastorengehalt wird mit Naturalien ausbezahlt, ihm stehen jährlich zu: freies Wohnen, 500 Gulden, 100 Pfund Butter, 9 Scheffel Roggen, 6 Scheffel Buchweizen, freies Heizen (Torf und Holz) frei Kartoffeln, 1 fettes Schwein
Es wird erstmals eine Pensionskasse für Pastoren eingerichtet. Veldhausen ist in der Grafschaft Bentheim mit 497 Gemeindegliedern die größte altref. Gemeinde
Jan Schoemaker
19.7.1874 – 27.5.1894, In 20 Jahren muss Pastor Schoemaker 70 Kinder (bis zum Alter von 10 Jahren) beerdigen, davon sechs eigene. Die Kindersterblichkeit ist sehr hoch, viele sterben an Infektionskrankheiten. Die Gemeinde überlegt, evtl. einen eigenen Friedhof anzulegen. Die (zweite) Kirche wird am Kaiserplatz gebaut (heute Turnhalle), Pastor Schoemaker wird Dozent für die Theologiestudenten. Johannes Jäger wird zusätzlich hauptamtlicher Dozent (zuerst in Veldhausen, später zugleich Gemeindepastor nacheinander in Bentheim, Ihrhove und Emden).
Egbert Kolthoff,
17.2.1895 – 1.1.1940, Pastor Kolthoff gehört zu den schillerndsten Persönlichkeiten der altreformierten Kirche. Von ihm stammen zahlreiche Schriften, er hatte 40 Jahre die Schriftleitung der Kirchenzeitung (Der Grenzbote) und nahm dort Stellung zu zahlreichen theologischen und gesellschaftlichen Fragen, schließlich prägte er in seiner 45jährigen Tätigkeit die Gemeinde. 1895 wird beschlossen, ein Mal im Monat einen Gottesdienst in deutscher Sprache zu feiern. Die irchensprache bleibt vorerst Niederländisch. 1899: die altreformierten Gemeinden unterstützen die Sumba-Mission (Indonesien) der niederländischen Nordprovinzen. Die Gemeinde erhält 1900 ihre erste Orgel, die 1930 durch eine neue ersetzt wird. 1911 wird die Nordhorner Gemeinde als "Ableger" von Veldhausen eigenständig. 18 Gemeindeglieder sind im ersten Weltkrieg gefallen. Während der Inflationszeit werden die Kollekten eingestellt ("lohnt sich nicht mehr: Wer heute eine Kuh kauft, kriegt für das Geld morgen nur noch ein Ei") 1933 zählen sich 510 Glieder zur Gemeinde. 1936 wird das Predigen in niederländischer Sprache verboten. 1939-1945 Der zweite Weltkrieg fordert seine Opfer: 39 Gemeindeglieder sind im Krieg oder an den Kriegsfolgen gestorben. 1942 tauscht die Gemeinde das bisherige Pastorat (Klempner Van der Veen) gegen zwei Häuser an der Hauptstraße (heute türk.Pizzeria und Wäscherei).
Albert Brink,
22.6.1947 – 31.12.1968, 1947 gehören 576 Glieder zur Gemeinde. 1960 sind es 653 Glieder.
Die Kirche wird zu klein. 1948 finden erstmals Evangelisationen statt (bis Anfang der 50er Jahre) 1953 wird das neue Pastorat gebaut, 1956 die neue Kirche. Ein Jahr später baut Ahrend & Brunzema (leer-Loga) eine vielbeachtete neue Orgel. Die Pastoren Brink (altref.) und Hajek (ref.) beginnen mit ökumenischen Aktivitäten. 1965 erste gemeinsame Bibelwoche mit der ref. Kirchengemeinde. Pastor Heinrich Baarlink wird mit Familie in den Missionsdienst nach Sumba in Indonesien ausgesandt (1960-1967). 1964 findet erstmals ein Jugendgottesdienst statt. Der Vorsitzende des Jünglingvereins hält die Predigt.
Heinrich Alsmeier,
3.8.1969 – 2.10.1977, Am 3.3.1970 erscheint der erste Gemeindebrief. Eine Zählung aus dem Jahr 1970: 391 nehmen am Vormittagsgottesdienst teil, 290 am Nachmittagsgottesdienst. Bisher feierte die Gemeinde das Abendmahl an langen Tischen. 1971 wird die "Herrenhuter Form" gewählt: Brot und Wein werden durch die Bankreihen gereicht. 1972 wird der Kindergottesdienst ins Leben gerufen. Mit der reformierten Gemeinde gibt es gemeinsame Kirchenratssitzungen (1972) und Kanzeltausch 1973). Die Gemeinde wird 1972 Mitglied im Reformierten Bund. 1977 wird erstmals eine Frau in den Kirchenrat gewählt. 1979 wird das Amt des/r Jugendältesten eingerichtet. 1977 wird das Jugendheim erweitert.
Arend Klompmaker,
1.7.1979 – 8.7.1990; 1981 gibt es ein Gemeindeverzeichnis mit allen Namen und Adressen. Ab Juli 1980 feiert die Gemeinde das Abendmahl alkoholfrei mit Traubensaft. 1981 wird der Glockenturm errichtet. Zur bisherigen Glocke (von 1887) werden zwei neue hinzugefügt. Es entstehen 1981 Kontakte zur ref. Kirche in Siebenbürgen (Rumänien), Ende 1989 wird ein erster Hilfstransport organisiert, seitdem jährlich zwei Transporte mit jeweils mehreren LKW-Ladungen.
Fritz Baarlink,
1992 entstehen Gemeindekontakte nach Gyermly/Ungarn und Hecklingen/Sachsen-Anhalt. Von April bis November 1994 feiern die ref. und altref. Gemeinde vormittags wegen der Renovierungsarbeiten in der ref. Kirche gemeinsame Gottesdienste in der altref. Kirche. Nach 150 Jahren Trennung gibt es die erste gemeinsame Abendmahlsfeier, die seitdem jährlich einmal stattfindet. 1997 wird um- und angebaut: Die Kirche erhält innen einen neuen Anstrich, die Kirchenratsbänke weichen einem Chorgestühl, an die Stirnseite wird ein großes Holzkreuz angebracht, die Orgel erhält ein zweites Manual und eigene Pedalregister und auf dem Flachdach des Gemeindehauses wird ein Giebeldach errichtet. Am 1.11.1997 beginnt Sylvia Voget mit dem Vikariat. Erstmals bildet die Ref.Kirche ihren theologischen Nachwuchs in einer altref. Kirchengemeinde aus. Erstmals steht eine Frau innerhalb der altref. Kirche im pastoralen Dienst. Die Veldhauser Kirchengemeinden gründen 1999 die ACKV und geben ihren ökumenischen Kontakten eine neue Struktur. Zum 150jährigen Bestehen wird 1999 eine Gemeindechronik unter dem Titel "Unter Gottes Bundeszeichen" herausgegeben.
Dieter Wiggers
12.10.2003 – heute; Am 12. Oktober 2003 tritt Dieter Wiggers seinen Dienst als Jugendpastor an. Er ist mit 25% seiner Dienstzeit für die Jugendarbeit der Gemeinde zuständig (ebenso 25% für die Schulpastor-Stelle am Gymnasium Neuenhaus und 50% für den Jugendbund der altreformierten Kirche).

         
     
         
     
         
     
         
 

Röm.- kath. Kirche Neuenhaus
Pfarrer Bischof, Tel: 05941-920133, E-Mail: Hubert.Bischof@kg.bistum-os.de
Pfarrbüro: Hauptstraße 88, 49828 Neuenhaus
Öffnungszeiten Pfarrbüro: Di+Fr: 10:00 Uhr - 12:00 Uhr Tel: 05941/318,
MariaeHimmelfahrt-Neuenhaus@kg.bistum-os.de
Gottesdienste: jeden Sonntag 9.30 Uhr und jeden Mittwoch 19.00 Uhr

 
         
         
 

Die jetzige kath. Kirchengemeinde Neuenhaus ist erst im 17. Jahrhundert aus kleinsten Anfängen hervorgegangen. Selbstverständlich gab es hier auch vorher Katholiken, ja Jahrhunderte hindurch eine eigene kath. Ge­meinde. Aber die Hauptkirche war bis ins 16. Jahrhundert hinein, mit einer kurzen Unterbrechung von 1370—1410, in Veldhausen. Heute ist es genau umgekehrt. 1370 verlegte nämlich unter Graf Bernhard I. der Fürstbischof von Utrecht, Johannes von Virnebruch, die Pfarrkirche von Veldhausen nach Neuenhaus. Den wohlbegründeten Bemühungen des Pastors Stephan Faber von Veldhausen gelang es aber, daß der nach­folgende Fürstbischof Friedrich von Blankenstein im Jahre 1410 die Pfarrei wieder nach Veldhausen zurückverlegte. Die Niedergrafschaft Bentheim war von Anfang an bis 1561 mit dem Bistum Utrecht verbunden.

Die Urpfarrei vom Beginn der Christianisierung des Bentheimer Raumes an für beide, Veldhausen und Neuenhaus, ja für die ganze Niedergraf­schaft war Uelsen. Seit 1328 stand eine vom Grafen Johann II. errichtete Kapelle neben der alten Burg Dinkelrode. Diese Burg war die Vorgängerin des sogenannten „neuen Hauses", woraus eben der heutige Ortsname „Neuenhaus" entstanden ist. Amtierende Geistliche um diese Zeit waren in Neuenhaus: Andreas Hompetsch um 1330, Gereon Wyegink um 1350 und Albertus Diemersweck um 1400.

Da im 16. Jahrhundert unter den Grafen Arnold I. und Arnold II. das evangelische Bekenntnis in die Grafschaft Bentheim eingeführt wurde, zuerst das lutherische und 40 Jahre später das reformierte calvinischer Prägung, hörte auch in Neuenhaus das katholische Glaubensleben allmäh­lich auf. Hier lebte 1629 nur noch eine einzige katholische Frau; als diese gestorben war, gab es in Neuenhaus keine Katholiken mehr. Doch in Esche war der alte Herrensitz von Ubbena (heute der Hof Bernard Silder) katholisch geblieben. Kreuzherren aus Bentlage bei Rheine wirkten hier als Hofkapläne. Sie betreuten auch die in der Umgegend vereinzelt lebenden katholischen Christen. So hatte sich um 1670 in und um Neuenhaus wieder eine kleine katholische Gemeinde ge­bildet. Graf Ernst Wilhelm von Bentheim (1643—1693) schenkte dieser kleinen Gemeinde ein Nebengebäude des Schlosses Dinkelrode für den Gottesdienst und geichzeitig eine Wohnung für den Geistlichen. Das war anno 1676. Einige Jahre zuvor, im Jahre 1671, war die Niedergrafschaft kirchlich mit der Obergrafschaft vereinigt und wie diese dem Bistum Münster zugeteilt worden. Die katholischen Seelsorger in Neuenhaus waren um diese Zeit bald Kreuzherren (Ord. Stae Crucis) aus Bentlage, bald Franziskaner (Ord. fra. min.) aus Rheine, von 1697—1851 aber ausschließlich Augustiner Chorherren (Can. reguläres) aus Frenswegen. Letztere wohnten teils in Frenswegen, teils in Neuenhaus. Erst Dechant Anton Esseling (1798—1851) nahm seinen ständigen Wohnsitz in Neuenhaus, und zwar neben der Kirche an der Burgstraße. Durch die päpstliche Bulle „Impensa Romanorum Pontificum" von 1824 wurde Neuenhaus Pfarrei. Dechant Esseling stiftete eine Hilfsgeistlichenstelle. Vom Jahre 1824 an gehört die Grafschaft Bentheim als Dekanat Bentheim zum Bistum Osna­brück. Die kath. Pfarrkirche in Neuenhaus ist der allerseligsten Jungfrau und Mutter Maria geweiht; sie wurde in den Jahren 1863/1865 vom Dom­baumeister J. B. Hensen, Sögel, im neugotischen Stil erbaut. Konsekriert wurde sie am 5. Juli 1865 durch Bischof Paulus Melchers von Osnabrück, den damaligen Kardinal von Köln. Unter Leitung des Nordhorner Archi­tekten W. Diening wurde 1965 die Sakristei erweitert und 1966 die Orgel­empore eingebaut sowie das ganze Kircheninnere renoviert. Im Januar 1969 wurde eine neue Turmuhr mit elektrischem Läutewerk und automatischem Angelus-Geläute angeschafft. Für Veldhausen wurde 1960/61 die St. Johannes-Kirche gebaut. (Architekt Josef Feldwisch-Drentrup, Osnabrück). In Uelsen wird seit 1945 wieder katholischer Gottesdienst gehalten. Die Kirchenbücher der Gemeinde, Tauf- und Trauungsregister, reichen bis 1676 bzw. 1697 zurück, das Totenregister bis 1814. Heute gehören die Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt in Neuenhaus und die Kapellenkirchen St. Johannes der Täufer in Veldhausen sowie St. Antonius von Padua in Uelsen zur Kirchengemeinde, außerdem das Altenpflegeheim St. Vincenz.
Pfarrer Hubert Bischof seit, Pfarrer Anvoutat, Pfarrer Lier, Pfarrer van Nahmen, Pfarrer Pfarrer Hubert Lucas, 1971-, Pfarrer Bernhard Koops, von 1953-1971, Pfarrer Bernhard Purk 1950—53, Pfarrer Rudolf Meyer 1926—49, Pfarrer Karl Kiemann 1922—26, Dechant Florenz Bartel 1895—1922, Dechant Carolus Kerckhoff 1851—94, Dechant Esseling 1798—1851 (Pater aus Frenswegen wie die folgenden), Adam Johannes Wiedenbrück 1741—98, Franciscus Hane 1732—41, Ferdinandus Ascheberg 1725—32, Mathias Schwicker 1724—25, Johannes Schlebrügge 1716—24, Johannes Loysing 1706—16, Jodocus Witteler 1697—1706, Johannes Casselt 1672—97.

 

 

 

 
     
     
         
     
         
     
         

Röm.- kath. Kirche Neuenhaus
St. Johannis-Kapellengemeinde Veldhausen

Pfarrer Bischof, Tel: 05941-920133, E-Mail: Hubert.Bischof@kg.bistum-os.de
Pfarrbüro: Hauptstraße 88, 49828 Neuenhaus
Öffnungszeiten Pfarrbüro: Di+Fr: 10:00 Uhr - 12:00 Uhr Tel: 05941/318,
Gottesdienste: jeden Sonnabend 17.00Uhr und jeden Donnerstag 19.00 Uhr

         
         

(gehört pfarrechtlich zur Kirchengemeüide Neuenhaus) Zahl der zum Einzugsgebiet der Kapellengemeinde Veldhausen gehörenden Katholiken ca. 555. Gründungsjahr der Kapellengemein­de Veldhausen: 1960. Die Kapelle ist erbaut in den Jahren 1960/61. Die Benediktion fand statt am 20. Juli 1961. Die Kapellengemeinde Veldhausen umfaßt die Katholiken der Kirchspielgemeinden: Veldhausen, Grasdorf (bis zur Vechte rechtsseitig), Esche, Osterwald und Georgsdorf. Pfarrer Hubert Lucas, seit 1971. Pfarrer Bernhard Koops, von 1953 bis 1971 Pfarrer (unter seiner Leitung wurde die Kapelle in Veldhausen errichtet).

         
     
         
     
         
     
         
 

Ev.- luth. Kirche Neuenhaus
Pastorin Noll, Schulstraße 7, 49828 Neuenhaus, Tel: 05941/ 256
Gottesdienste: jeden Sonntag 11.00 Uhr

 
         
 
     
 

Die Anfänge der Ev.-Iutherischen Kirchengemeinde Neuenhaus gehen bis in das Jahr 1753 zurück. Damals wurde die Grafschaft Bentheim an das Königreich Hannover verpfändet, um dann nach kurzer Selbständigkeit 1813 erneut und endgültig an Hannover zu fallen. Hannover war luthe­risch und gab seinen Beamten und Soldaten, die in der Grafschaft vornehmlich in den Städten Bentheim und Neuenhaus tätig waren, die Erlaubnis zur freien Religionsausübung, denn die Grafschaft war refor­miert. Ursprünglich hatte sie dem lutherischen Bekenntnis angehangen. Graf Arnold I. hatte 1544 bestimmt, daß das Augsburgische Bekenntnis zu lehren und danach der Gottesdienst einzurichten sei. Erst sein Nach­folger Arnold IL, der von 1562—1606 regierte, führte das reformierte Bekenntnis ein, das er in Straßburg und Paris kennengelernt hatte. Da die Zahl der Lutheraner zu gering war, um einen eigenen Pfarrer zu unterhalten, übernahm das lutherische Pfarramt in Lingen, später dann in Nordhorn die pfarramtliche Betreuung der Lutheraner in Neuenhaus und den umliegenden Orten. Erst im Oktober 1949 wurde in Neuenhaus eine lutherische Kapellengemeinde gestiftet, die mit Sitz in Neuanhaus die südliche Niedergrafschaft mit Predigtstellen in Füchtenfeld, Veld­hausen, Uelsen, Itterbeck und Wielen umfaßte. Am 1. April 1959 wurden aus dieser Kapellengemeinde die beiden Kirchengemeinden Neuenhaus und Veldhausen. Durch den Zuzug der Ostvertriebenen in die Grafschaft Bentheim und durch das Wachsen der Ölindustrie war die Zahl der Luthe­raner so gewachsen, daß die Stiftung zweier selbständiger lutherischer Kirchengemeinden gerechtfertigt war. Seit November 1950 hat Neuenhaus ein eigenes Gotteshaus, welches durch eine Spendenaktion des Luthe­rischen Weltbundes in Amerika finanziert wurde und den Namen St. Johannes-Kirche erhielt. Es handelt sich dabei um einen Mehrzweckbau, ein sogenanntes Gemeindezentrum, das nach einem vom Weltbund ver­anstalteten Wettbewerb für Kirchbauten in Deutschland von dem nam­haften Architekten Professor Otto Bartning entworfen wurde und den 1. Preis erhielt. Dem Bau liegt die Idee des Zeltes zugrunde, ausgehend von dem Gedanken, daß wir nur Wanderer auf der Erde sind, daß nichts bleibt, sondern alles vergeht, daß zum anderen auch Israel auf dem Wege aus der Knechtschaft zum Lande der Väter in der Wüste in Zelten lebte. Ein Mehrzweckbau ist das Gebäude insofern, als es sich durch Umstellen der Bänke, Aufstellen dazugehöriger Tische beliebig in einen Tagungs- oder Festraum umwandeln läßt. Der Altar wird dann durch eine große Flügeltür verschlossen.

 
         
     
         
     
         
Ev.- luth. Kirche Veldhausen
Pastorin Noll, Schulstraße 7, 49828 Neuenhaus, Tel: 05941/ 256
         
         

Ursprünglich gehörten die Gemeindeglieder zu Neuenhaus. In den Jahren 1945 und 1946 brachten die Flüchtlings- und Vertriebenentransporte Tausende von heimatlos gewordenen Schlesiern, Ost- und West­preußen, Pommern, Sudeten- und Wolhyniendeutschen in die Grafschaft Bentheim und damit auch nach Veld­hausen. Viele von ihnen waren lutherischen Bekennt­nisses, so daß zum 1.4.1959 in Veldhausen eine eigene selbständige Gemeinde gegründet wurde. Veldhausen und Füchtenfeld bilden zusammen die »Epiphanias Kir­chengemeinde Veldhausen«. Die Kirche in Veldhausen wurde in der Epiphaniaszeit 1956 (die Zeit nach Weihnachten heißt Epiphanias, Erscheinung des Herrn) fertiggestellt. Die »Zufluchtskir­che« in Füchtenfeld konnte im November 1961 einge­weiht werden.
Seelenzahl: ca. 1500, davon ca. 850 im Bereich des alten Kirch­spiels Veldhausen. Gründungsjahr: 1959 selbständige Kirchenge­meinde, vorher Seelsorgebezirk II der ev.-luth. Kirchengemeinde Neuenhaus. Neubau Gemein­dehaus 1966. Kirchspielsgemeinden: Veldhausen, Grasdorf bis zur Vechte, Esche, Osterwald, Hohenkörben-V., Alte Piccardie, Bimol-ten z. T., Georgsdorf, Adorf z. T., Wietmarschen mit Füchtenfeld (Zufluchtskirche neu erbaut 1961, vorher Barackenkirche). Pastor Friedrich Wille, in Veldhausen seit 1956 (in Füchtenfeld seit 1951). Vorher Betreuung der Lutheraner in Veldhausen durch Pastor Hans Hoehne, Neuenhaus (seit 1947), davor durch die lutherischen Pasto­ren in Nordhorn (seit 1930), Bentheim (1921—1930) und Lingen (1852—1912).

         
     
         
     
         
     
         
Die Freie Evangelische Kirchengemeinde
         

Seit einigen Jahren hat sich in Veldhausen eine fünfte Gemeinde gebildet.

»Am 3. Dezember 1995 wurde die Freie evangelische Gemeinde Veldhausen gegründet. Wie kam es zu ihrer Entstehung? Einige Jahre zuvor hatten sich einige Glieder der Reformierten Kirchengemeinde in einem Hauskreis zusammengefunden, um gemeinsam über Gottes Wort nachzudenken und zu beten. In ihren Herzen lebte der Wunsch nach einem verbindlichen Gemeindeleben mit Menschen, die sich in ihrer Lebensführung auf Jesus Christus berufen. Kontakte zu anderen Christen bestärkten sie in dem Bestreben, eine Gemeinde zu gründen, zu der Menschen gehören sollen, die dem Ruf Gottes zur Umkehr gefolgt sind und sich zu ihrem persönlichen Glauben an Jesus Christus bekennen. Da die biblische Gemeinde nach der Überzeugung der Freien evangelischen Gemeinden nur die Gemeinde der Glaubenden sein kann, war es naheliegend, sich mit der Bitte um Hilfe bei der Gründung einer Gemeinde an den Bund Freier evangelischer Gemeinden zu wenden. Das geschah Ende des Jahres 1993.

Langsam nahm das Projekt »Gemeindegründung« konkrete Formen an. Im Jahre 1994 sicherte man sich in der Schubertstraße ein Grundstück, um darauf später ein Gemeindehaus zu errichten. Von Seiten des Bundes kam die Zusicherung, einen Pastor für den Aufbau der Gemeinde nach Veldhausen zu entsenden. Im Frühjahr 1995 wurde mit dem Bau des Gemeindehauses begonnen, und im Dezember d.J. erfolgte schließlich die Gründung der Gemeinde. Im Gründungsbeschluß heißt es: >Zur Ehre Gottes und gemäß dem Vorbild des Neuen Testaments schließen wir, die Unterzeichnenden, uns heute zu einer Gemeinde von Menschen zusammen, die an Jesus Christus glauben, Ihn als Herrn bekennen und unter Seiner Herrschaft leben wollen.<

Keineswegs halten sich die Glieder der Freien evangelischen Gemeinde für die besseren Christen. Es geht uns auch nicht um eine Aufteilung zwischen starken und schwachen Christen, sondern um die Überzeugung, daß eine apostolisch-evangelische Kirche nicht anders zu begreifen ist als eine Gemeinschaft von Menschen, die ihr Leben Jesus Christus anvertraut haben. Mit sol­chen fühlen wir uns ausnahmslos über alle Gemeinde­grenzen hinweg in Christus Jesus verbunden.