Landkarten und Stiche
     

 

 
 

AUSSTELLUNG ALTER LANDKARTEN

1501 - 1872

 

in denen die Grafschaft Bentheim und die Orte Neuenhaus, Veldhausen und Nordhorn dargestellt sind.

Zusammenstellung und Einführung: H. Reinhardt, Neuenhaus
Gedanken zur Kartographie: Michael Recke, Emden

 
         
 

Tafeln der Ausstellung sind dank der Großzügigkeit von Helmut Reinhard in unserem Besitz !
Danke Heidi und Helmut!

 
         
 

Landkarten aus:

Staatsbibliothek zu Berlin, Preußischer Kulturbesitz Staatsarchiv, Osnabrück Staatsarchiv, Münster Emslandmuseum, Lingen Rijksarchief Overijssel, Zwolle Stichting van Deinse Instituut, Enschede JOHANNES A LASCO Bibliothek Emden Leihgaben aus Grafschafter Privatbesitz

Mit der freundlichen Unterstützung der Stadt Neuenhaus, der Anton Meyer Bauunternehmung, Neuenhaus und des Kunstverein Grafschaft Bentheim.

Ausstellung vom 31.1. - 8.2.1998

 

 

Alte Landkarten erzählen viel von Land und Leuten, früheren Zeiten und politischen Verhältnissen. Wenn man die Grafschaft Bentheim auf alten Landkarten in den Archiven und Bibliotheken sucht, wird man oft überrascht sein von der Vielzahl der Karten, die unsere Heimat zeigen. Durch die Lage der Grafschaft Bentheim an der Grenze politischer Einflußgebiete finden wir sie in belgischen, niederländischen, französischen und westfälischen Landkarten sowie in vielen Übersichtskarten Europas. Daher stammen die unterschiedlichen Schreibweisen, die den Ursprung der Karten verraten.

Zu Beginn des 16. Jahrhunderts entstand die Straßenkarte des Heiligen Römischen Reiches von Erhard Etzlaub, die im Titel sagt: „Das seyn dy Landstrassen durch das Römisch reych... “ (Nürnberg, Georg Glogkendon, 1501)

Gegen Ende des 15. Jahrhunderts stieg der Warenverkehr stark an. Deshalb benötigten Händler sowie eine immer größer werdende Zahl von Reisenden, Pilgern, Klerus , Diplomaten und Gelehrten, aber Eiicn Händler für den wachsenden Warenverkehr zwischen den großen Handels- und Hansestädten Reiseinformationen, wie sie der Nürnberger Kartenmacher E. Etzlaub mit seiner Landkarte anbot.

„ Sie bietet zum ersten Mal einen einigermaßen verläßlichen Überblick über die Städtetopographie Mitteleuropas mit den über 800 verzeichneten Orten. Zugleich zeigt sie das Herrschaftsgebiet Maximilian I. und die Schauplätze seiner politischen und kriegerischen Aktivitäten." ("F. Wolf,1994.")

Nach seiner ersten Pilgerroutenkarte zum HEILIGEN JAHR 1500 nach Rom hatte er jetzt eine europäische Landstraßenkarte geschaffen. Etzlaubkarten sind südorientiert, um sie mit dcmSonnenkompass einsetzen zu können. Dies war gegenüber den bisher nur wissenschaftlichen Kartenwerken die erste Landkarte für den täglichen Gebrauch und einen größeren Interessentenkreis. In diesem Jahrhundert entstanden in den Niederlanden, in Deutschland, Frankreich und in Basel in der Schweiz Kartenverlage, die in wenigen Händen waren und quasi ein Kartenmonopol verwalteten.
Mit Gerhard Mercator (1512 -1594) dem Altmeister der niederländischen Kartenkunst tritt die Kartenmacherei in ein neues Zeitalter ein. Er verwarf das bis dahin unerschütterliche Weltbild des Ptolomäus und gab den Karten eine Gradeinteilung, von ihm stammen die ersten exakten Europakarten und die erste Seekarte auf der die Seefahrer einen geradlinigen Kurs einzeichnen konnten, was die Navigation sehr vereinfachte. Wie Mercator in seinem kleinen Binnenlandstädtchen Kalkar bei Duisburg auf den Gedanken verfiel, eine Seekarte zu entwerfen, ist nicht überliefert. Auf dem immer größer und bedeutender werdenden europäischen Kartenmarkt wurden viele Karten mit reichem Beschlag- und Rahmenwerk, so nennt man die Randverzierungen der Karten, versehen um sie attraktiver zu machen.Viel Karten sind Fürsten und Landesherren gewidmet oder wurden zu besonderen Anlässen herausgegeben. Die wertvollen gestochenen Kupferdruckplatten der eigentlichen Landkarte wurden dabei immer wieder verwendet, mit neuen Titeln versehen und auch neu datiert. Die Erfindung der Titelveduten und Ausschmückungen wird dem Basler Professor Sebastian Münster zugeschrieben. (Ivan Kupcik)

Auch die Kopierer hatten jetzt Hochkonjunktur und so findet man viele, sehr schön ausgestattete Karten aus Italien deren Druckplatten eindeutig niederländischer oder deutscher Herkunft sind.

Damals entstanden auch die Postroutenkarten die den Verlauf der Postkutschenwege darstellten.Die FUHRORDNUNG aus dem Jahre 1631, aus der Post- und Umspannstation in Neuenhaus die an der Wand hängt, zeigt wie alles bis ins Detail geregelt war, in der Originalausfertigung mit einer Übersetzung in Hochdeutsch. Sie legt fest, was der Reisende im Sommer oder Winter zu zahlen hatte. Auch sind die Leistungen der Fuhrleute exakt geregelt. Die Grafschaft Bentheim war der nördlichste ganzjährig befahrbare Verbindungsweg zwischen Westfalen und den Niederlanden, bzw. zur damaligen Zeit Belgien, das im Norden bis nach Friesland reichte. Alle nördlicheren Verbindungen waren durch die vielen Moore nur in trockeneren Zeiten oder wenn es hart gefroren war zu benutzen. „Sebstian Münster schreibt dazu ein seiner Cosmographei daß das Land ganz und gar sümpßg und unangreifbar sei, es sei denn man komme in einem gar kalten und strengen gefrorenen Winter."

 

Ausschnitt aus der Karte von Sebastian Münster 1544.

Diese Karte ist nicht nach Norden ausgerichtet. Sie zeigt die Nordsee mit "Heiliglandt" ,das heutige Helgoland und Neüwerk unten. Nach oben folgt Friesland. Rechts erkennen wir unter Münster Neuhuise am linken Rand liegen Hildesheim und Brunschweig, darunter an der Elbe Hamborg und Staden sowie Neumünster. Emden und Oldenborsch liegen in der Mitte, links davon Bremen.

Neuenhaus

Neuenhaus ist eine Stadt und Sitz der Samtgemeinde Neuenhaus im Landkreis Grafschaft Bentheim im LandNiedersachsen und hat 9863 Einwohner.Neuenhaus liegt an der Vechte und Dinkel in der Nähe zur Grenze zum Königreich der Niederlande. Neuenhaus ist eine Gründung des Bentheimer Grafen Johannes II. aus dem Jahre 1317, der an der Handelsstraße zwischen Münster und Amsterdam die Burg Dinkelrode zu deren Sicherung errichten ließ. Der Name der Burg bezieht sich auf den Fluss Dinkel, der dort in die Vechte mündet. 1328 wird die Burg – um sie von der nahe gelegenen Burg Bentheim zu unterscheiden – als et nye hus (das Neue Haus) bezeichnet, 1369 als Nyenhuß und 1457 Nyenhueß. Es liegt ein Kompositum aus dem mittelniederdeutschen Wort nie, nige, nigge für neu und hüs für Haus (/-hausen) vor.

Im 15. Jahrhundert wurde die schnell wachsende Siedlung, der 1369 Stadtrechte verliehen worden waren, durch Wälle und Stadtgräben befestigt; Zugang erfolgte nur durch die vier Stadttore Ülser, Veldhüser, Diek- und Prinsenpoorte. Daher musste General Carl von Rabenhaupt im Zweiten Holländischen Krieg zunächst 16 Brücken über diese Gräben schlagen lassen, bevor er am 28. März 1674 die Stadt einnehmen konnte.

Die Stadt verfügte ab 1860[4] über ein Amtsgericht und weitere Behörden, die nach dem Zweiten Weltkrieg schrittweise in die KreisstadtNordhorn verlegt wurden. 1953 beschloss der niedersächsische Landtag, dass Nordhorn ein eigenes Amtsgericht erhalten sollte, das 1955 eröffnet wurde. Wegen des dadurch erfolgten Rückgangs der Fälle schloss das Amtsgericht Neuenhaus (ebenso wie das Amtsgericht Bentheim) am 1. Juli 1973. Beide Bezirke wurden dem Amtsgericht Nordhorn zugewiesen.[5]

Durch den Bau von zwei Wehren an der Vechte und einem Wehr an der Dinkel wurde verhindert, dass Neuenhaus, wie in früheren Jahren, von Hochwasser überflutet wird. Die Hauptstraße durch die Innenstadt wurde von 2005 bis 2010 schrittweise zurückgebaut und der Bereich vor dem Alten Rathaus wieder in einen Platz umgestaltet, nachdem eine südwestliche Umgehungsstraße gebaut und 2003 freigegeben wurde. Ende 2010 wurde der alte Eingang zum Rathaus wieder geöffnet und beim westlichen Stadtgraben wurde eine Torsituation geschaffen, die der auf der anderen Seite der Stadt an der Brücke über den östlichen Stadtgraben ähnelt.
Quelle: Wikipedia

Unterschiedliche Schreibweisen von Grafschafter Ortsnamen in den Landkarten. Die Grafschaft als Grenzgebiet zu den heutigen Niederlanden, ist auf deutschen, holländischen, und belgischen Karten verzeichnet. Daher rühren die unterschiedlicher Schreibweisen. Dazu kommen die Veränderung im Laufe der Jahrhunderte in den Namensschreibungen
eingetreten sind.

 

NYUS NEUHAUSE NEWHUSEN NENHUS NIENHUS NIENHAUS NYENHUISEN NYNHUIS NYENHUSSIA NEIUS NIENHUSEN NIEENHUSE NYENHUSEN NEHUS NIEHUIS NIENHUYS NYENHUYSEN NIEHAUS NYENHUS NEENHUS NEUHAUSE NEUENIIAUS

VELTHOFEN VELTHUSEN VELTHUVIA VELTHUYSEN FELTHUSEN FELTHUlYSEN YEIISN VEI/ITHJVIA YELDIIUYSEN VELTIIAUSEN VELTHUUSEN VELDHAUSEN

NORDHOREN NORTHORN NOORTHORN NOORTHOORNE NORDHORN

 

Sebastian Münster, Professor in Basel wird das Verdienst zugeschrieben für diese große Verbreitung der alten Landkarten gesorgt zu haben. Die deutsche Erstausgabe 1544 ist in Basel gedruckt, und hat den Titel "COSMOGRAPHEI" oder beschreibung aller länder herschafften, fürnemsten stetten, und gebräuchen durch Sebastian Munsterum. 6 Bände.

Der Band III enthält die Beschreibung der Karthographie. Münster beschreibt auch Land, Leute und die Verhältnisse. Er war der erste, bewußt systematische, Sammler von Stadtprospekten (Ansichten). Seine Veduten (Verzierungen) sind von großer Sorgfalt und einem ausgeprägten Gefühl für Harmonie gezeichnet. Über Friesland schreibt er um 1550: Das volk in diesem land ist ganz grob/ onbürgerlich/ un macht nit viel Geschäft mit den auslendigen/ sie bleiben bey iren groben sitten und achten der ändern leüt garnichts. Sie seien von alten zeiten här dem Bischoff von bremen underworfen gewesen aber jetzt zumal seind sie im nit fast gehorsam

 

“Imagio Germaniae Berlin”

Schon ab 1500 wurden die Karten in Atlanten, als gebundene Großbuchform angeboten. Vor dieser Zeit bestanden sie aus Blattsammlungen (Folio). Leider sind nur wenige vollständige Atlanten erhalten, da Atlantenblätter, als Einzelblätter leichter und gewinnbringender zu verkaufen waren. Die "Beschreibung von ganz Deutschland und den berühmtesten Regionen Europas" brachte CORNELIUS de JODE 1593 mit seinem Atlas "SPEKTAKULUM ORBIS TERRAE" heraus. Er ersetzte damit, die auf Heinrich Zell beruhende Karte, die sein Vater Gerard 1578 als Atlas herausgebracht hatte, durch die neue epochemachende Darstellung Mercators.Dieser "WELTATLAS" enthält einen speziellen Teil mit deutschen Regionalkarten, eingeleitet mit einem Schmucktitelblatt. (Abb. links.) GEMANIA GEOGRAPHICIS TAB ULIS ILLUSTRATA

Per Cornelium de Judaeis Antverpianu. Die in Latein übersetzten Titel und Namen waren zu der Zeit sehr in Mode.

Die Germaniakarten von Jode zeigen unter den Maßstableisten meist Darstellungen des Kaisers auf dem Thron oder bedeutende Fürsten, umgeben von den drei geistlichen oder weltlichen Kurfürsten .

 

Bildkarten

sind eine beliebte Form der Darstellung, Landkarten und symbolhafte Figuren miteinander zu verbinden. Die berühmte "PAULUSKARTE" von Gigas aus dem Jahre 1620 zeigt die Figur des Apostels auf eine Landkarte unterlegt Beispiele aus dem 16. Jahrhundert sind unter anderem der belgische Löwe des Österreichers Michael Aitsinger von 1581, der später von Pieter van der Keere noch weiter ausgeführt wurde. (1622).

Die Karte zeigt den nach rechts schauenden Löwen "LEO BELGICUS" in den Umrissen Belgiens Luxemburgs und der heutigen Niederlande. Seine erhobene rechte Pfote bedeckt Teile von Jülich und Köln, die weit herausgestreckte Zunge die Grafschaft Bentheim und Lingen . Die Kontur des Löwen vereinigt den Bund der sieben nördlichen Provinzen, die sich mit Unabhängigkeitserklärung (von Spanien) 1581 zu den Generalstaaten zusammengeschlossen hatten. Während das übrige Europa im 30 jährigen Krieg damiederliegt, gelangen die Niederländer durch den Seehandel zu wirtschaftlicher und kultureller Blüte.

In allegorischen Darstellungen zeigt sich die wehrhafte Einigkeit, die stark macht und die den Zusammenhalt der Provinzen garantierte.

 

 

Ein Beispiel für die Entwicklung der exakten Vermessung für staatliche und nicht zuletzt militärische Zwecke sind die Kartenblätter des Hauptmanns "LE COQ".

Nach dem Frieden zwischen zwischen Preußen und Frankreich 1795, entschieden sich beide Staaten zur Festlegung einer Demarkationslinie,die die neutralisierten Gebiete festlegen und abgrenzen sollte. Man beauftrage eine Gruppe von Vermessungsoffizieren unter der Leitung des Hauptmanns LE COQ mit den notwendigen Vermessungen.Das Kartenwerk wurde in den Jahren 1797-1813 erstellt. Von LE COQ wurde wegen einer schwerwiegenden Verfehlung bei einer militärischen Entscheidung 1806 aus dem Militärdienst entlassen. Er besaß jedoch die Druckplatten der Kartenaufnahme. Diese sind heute in Besitz des "NIEDERLÄNDISCHEN TOPOGRAPHISCHEN INSTITUTS.

 

Jahr

Bezeichnung

Leihgeber

um 1250

Ebsdorfer Weltkarte

Privatbesitz

1497

Mittelmeerkarte Jehuda benzara

Privatbesitz

1501

Straßenkarte des heiligen römischen Reiches

Staatsbibliothek Berlin

um 1550

Westphalenkarte p. Mercator

Recke, Emden

1550

Cosmographei Münster

Privatbesitz

1553

Nova Germania descriptio Tramanzini

 

1564

Emsregion Christ. Sgrooten

Emslandmuseum Lingen

1579

Westphliae totuis fint.

Recke, Emden

1585

Grafschaft Bentheim Tom Ring

Privatbesitz

1589

Spiegel der Seefahrt Janzoon

Privatbesitz

1592

Leo Belgicus P. Kaerius

Privatbesitz

1595A

Atlas Mercartoris Theatr. Orbis

Recke, Emden

1595B

Mercator Atlas Regium f.

Emslandmuseum

1600

Gelriae CLIVIAE Ch. Schrot

Staatsbibliothek Berlin

1605

Germaniae Inferioris P. Kaerio

Staatsbibliothek Berlin

1608A

Große löteilige Wandkarte

Staatsbibliothek Berlin

1616

Pauluskarte J. GIGAS

Emslandmuseum Lingen

1620

Grafschaft Bentheim

Goos, Enschede

1621

De Heerlychheit v. Overijssel

Goos, Enschede

1629

Monaster. Episcop. G. Blaeuw

Emslandmuseum Lingen

1632

Totius Germaniae Hondius

Staatsbibliothek Berlin

1635

RHENUS Fluvius W. J. Blaeu

Privatbesitz

1640A

Com Bentheim J. Westenberg

Stadt Schüttorf

1650

Monester. Episcopatus Joanem

Stadt Schüttorf Bild

um

Ober und Niedergrafschaft

Jansonium Benthem

1657

Novus Atlas J. Janson A’dam

Recke, Emden

1666

Ditio Trans Isulana J. Jansonius

Rijksarchiv Zwolle

1670A

Com. Bentheim Joh. Westenberg

Staatsbibliothek Berlin

1670B

Com. Bentheim Joh. Westenberg

gleiche Platte

1670C

Com. Bentheim Joh. Westenberg color

Stadt Schüttorf

1670C

Germania Postrouten J. Dankerts

Imagio Germaniae

1692A

Unie des Pays-Bas S. Sanson

Stadt Schüttorf

1692

Seigneuerie Overijssel S. Sanson

Rijksarchiv Zwolle

1696

Le Course du Rhein S. Sanson

Stadt Schüttorf Karte

um 1700

Phantasiekarte M. Seutter

Augsburg, Recke, Emden

1700

Bas Partie de Sanson

Stadt Schüttorf

1700A

Bas Partie de S. Sanson

Ausschnitt Stadt Schüttorf

1700B

Bas Partie S. Sanson coloriert

Stadt Schüttorf

1707

Circuli Westphalie Homan

Stadt Schüttorf

1710

Descriptio Germaniae inferioris

Stadt Schüttorf

1715

Wandkarte von Deutschland Eisenschmidt/Homann

Privatbesitz

1717

Jämmerl Wasserflut Mai Geogr. Homann

Privatbesitz

1740

Atlas Maior J. Ottens, Amsterdam

JA. Lasco, Emden

1748A

Belgii Universi seu T. Majero

Stadtarchiv Osnabrück

1748B

Belgium. Foederatum Tobias Mayero

Privatbesitz

um 1750

Belgica Doederata unbekannt Buntdruck

Privatbesitz

1751

Cercle de Westphalie

Robert Recke, Emden

1757

Teritorium Seculare H. Herdes

Privatbesitz

1761

Circuli Westphaliae H. Heredum

Staatsarchiv Osnabrück

1784

Carte Topographique I. A. W. Jaeger

Staatsarchiv Osnabrück

1786

Neue Postkarte Deutschland Homann

v. Deinse Inst. Enschede

1787

Carte v. Overijssel F.L. Gusefeld

Rijksarchief Zwolle

1792

Carte de la Westphalie, Militärkarte

Robert Recke, Emden

1794

The circle of Westphalia

Robert Recke, Emden

1797

Nieuwe Kaart Overijssel J. Jak KOK

Rijksarchief Zwolle

1799

Zuiderzee/Friesland Ambros Tardes

Ri jksarchief Zwolle

1800

Karte der Grafschaft Bentheim aufgezeichn.

Privatbesitz

1800

Episcopatum Scutteri Bild

Stadt Schüttorf

1801

Die westphälische Länderkarte

Privatbesitz

1801

Belgium Foederatum

Privatbesitz

o.J.

Utopia Tabula

Robert Recke, Emden

1805

Batavien Niederlande Le CoQ

Privatbesitz

1813

Westphaliae Güsefeld

Staatsarchiev Osnabrück

1813

Westphalia englische Karte col.

Robert Recke. Emden

1826

Charte von nordwest Deutschland Schroot zwischen Yssel und Elbe Edit 1826

Emslandmuseum Lingen

1830

Königreich Hannover Renner Charte der Landdrostei

Emslandmuseum Lingen

1842

(- 1861) Gaußsche Landaufhahme

Katasteramt Nordhorn

1843

Bentheim Preuß. Landaufhahme A. Papen

Stadt Schüttorf

1845

Stat. Übersicht Landdrostei Osnabrück

Stadt Schüttorf

1850

Das alte Preußen, Tegeler

Privatbesitz

1857

Hiltener Stue Staatsarchief Osnabrück

Privatbesitz

1872

Sheet van de Oosterlijk T.J. Stieltes gedeelte Overijssel Karte Nr. 3225

Rijksarchief Zwolle

2000

Plan Landkreis Grafschaft

Bentheim

 

 
 

1501

Erhard ETZLAUB's Straßenkarte des Heiligen Römischen Reiches

"Das sein dy landstrassen durch das Römisch reych. .Nürnberg" Georg Glogkendon 1501*

Eine wachsende Zahl von Reisenden gegen Ende des 15 Jhd. Pilger und Klerus, Diplomaten und Gelehrten» , aber auch Handel und Warenverkehr zwischen den großen Handelsstädten benötigten Reiseinformationen, wie sie der Nürnberger Kompaßmacher ERHARD ETZLAUB (14601532 mit seiner Karte bot. "Sie bietet zum ersten mal einen einigermaßen verläßlichen Überblick über die Städtetopographie Mitteleuropas mit rund 800 Orten Zugleich bildet sie das Herrschaftsgebiet Maximilian I. und die Schauplätze seiner politischen und kriegerischen Aktivität* ab,"( F. Wolff.1994)

Bereits um 1500 hatte Etzlaub eine Karte mit den Pilgerrouten nach Rom zum heiligen Jahr 1500 herausgebracht. Nun erschien sie als ailgemeine Landstrassenkarte. Mit erweitertem Straßennetz; vor allem sind die Femstrassen in Ost-West- Richtung angegeben. Zum Beispiel, die "“VIA REGIA

LUSATlAE". die seit dem Mittelalter bekannte Königstraße PARIS-KRAKAU .

ETZLAUBSs Karten sind südorientiert, um sie mit dem Sonnenkompass einsetzen zu können Im Zentrum der Karte liegt der fränkische Raum mit NÜRNBERG als Verkehrsknotenpunkt

Der Abstand zwischen 2 Punkten beträgt 1 Meile = (7420m)

 

Dies war die erste nicht wissenschaftlich erstellte Karte für den täglich Gebrauch und einen größeren Interessentenkreis

 
         
   
         
     
         
 
     
 
 

1544

Sebastian MÜNSTER : TEUTSCHLAND
"mit seinem gantzen Begriff und eyngeschlossenen LANDSCHAFTEN“

Diese Karte ist ein Ausschnitt aus Münsters Kosmograpie ab 1544.

Teutschland von GOTTES Gnaden ein Stul des Römischen Reiches . ein Stul aller guten Künsten und Handewerk ein Ursprung vieler neuen Kunst, eine Mutter vieler streitbarer Helden hoher weiser gelehrter Leut, ein reiner Tempel wohlhaffter Gottesforcht und aller Tugend

Die grosse Verbreitung von " COSMOGRAPHIEN " ist der Verdienst des Basler Professors SEBASTIAN MÜNSTER , der sie in seine Ptolomäusausgabe (1540 - 1542) und in seine eigene Cosmographie aufnahm. Er gab 1544 eine auffallend richtige Landkarte des europäischen Rußlands heraus.

Sebastian MÜNSTER (1489 - 1552) Professor für Hebraistik in Basel, erhob diese Stadt zum Mittelpunkt geographischer Studien und praktischer Kartographie. Seit seiner Heidelberger Studienzeit und bei seinen späteren häufigen Reisen widmete er sich dem Kartieren und Sammeln erdkundlicher Erkenntnisse. 1528 veröffentlichte er in Ingolstadt einen Aufruf an alle deutschen Gelehrten, in dem er sie zur Einsendung geographischer Angaben und Lokalbeschreibungen aufforderte. Um möglichst genaue und geordnete Berichte zu erhalten, fügte er dem Aufruf die "Anleitung, wie man geschicklich eyn umbkreis eyner Statt beschreiben soll" bei.

Aus der großen Zahl von eingesandten Berichten stellte er seine historisch - geographische Länderbeschreibung, die 471 Holzschnittdrucke enthaltende " COSMOGRAPHIA UNIVERSALIS zusammen" und gab sie 1544 in Basel heraus. Mit ihren wiederholten Auflagen und Übersetzungen in 5 Sprachen wurde sie zum meistverbreiteten Geographie- Compendium des humanistischen Europas. Die Erstausgabe hat den Titel:
COSMOGRAPHIA .Beschreibung aller Lender durch SEBASTIANUM MUNSTERUM.

und besteht aus 6 Teilen. Bei gewissen geographischen Fragen hält sich Münster noch an die Bibel. Münster war der erste bewußte Sammler von Stadtprospekten. Die von Münster in den Cosmographien fest verankerten
VEDUTEN (Schmuckrandbilder) wurden bis in das ausgehende 17. Jahrh. mit Vorliebe als Dekorationsrahmen an
den Kartenrand gesetzt.

Holzzschnitt, 31 x 25 cm Staatsbibliothek BERLIN Karte Nr 2359.
 
         
   
         
   
 
         
   
         
 

1553

KARTENAUSSCHNITT Nova Germaniae descripto. Anno 1553
Entworfen von Georgius Lilius ANGELUS. Gestochen v. Nie BEATRIZET u. Michael TRAMEZINI.

Die großformatige Karte ist mit Schrifttafeln, Wappen und individuellen Ortsvignetten kunstvoll gestaltet. Der Titel lautet
"Neue Karte von Deutschland und den umliegenden Teilen von Italien, Frankreich, Britannen, Polen und Ungarn."

Das Kartenbild reicht weit über das Gebiet des heiligen römischen Reiches deutscher Nation hinaus und erreicht europäische Dimensionen. Erfaßt wird der Raum von Limoges und Canterbury im Westen Grodna und Belgrad im Osten und im Süden bis zum Po und Ragusa. Die Widmung an Kardinal Truchseß von Waldenburg, Bischof von Augsburg, läßt vielleicht einen Wunsch des Auftraggebers oder des Hauses Fugger vermuten. Kupferstich , 70 x 45 cm Collektion Niewodniczanski.

 
     
   
         
     
         
 

1559

 

GERMANIA OPERA GIACOPO GASTALTI VENEDIG

Deutschlandkarte in Schrägprojektion.
Von Hollandia bis Prussia im Osten und vom Mare GERMANICO bis SWIZERI und UNGARIA .

Grossen Ansehens erfreute sich Giacomo Gastaldi (1500 -1565) von dem ein großteil der nordeuropäischen Kartenproduktion seiner Zeit stammt Wie viele Karlen, wohl an die hundert, von Gastaldi, dem gebürtigen Piemontcscr stammen, läßt sich nur beiläufig sagen, denn bei der langen Reihe der posthumen Ausgaben wurde nicht selten der Versuch unternommen Gastaldis Autorenschaft abzuleugnen. Bearbeitet von D ZENOI, Gedruckt bei Donata Bertelli. Oft signierten diese Herausgeber selbst, sodass man zwischen dem Formenschneider oder Stecher (sculpsit) und dem Herausgeber (exeudit) unterscheiden muss

Kupferstich . 43 \ 23 cm Staatsbibliothek BERLIN Karte 1.16

 

 
         
   
         
     
         
 

1560

ALLGEMEINE LANDTAFEL des Tilemann STELLA,

"Die gemeine Landtaffel des Deutschen Landes / .Etwan durch Herrn Sebastianum Münsterum geordnet / nun aber vernewert und gebessert / Durch Tilemannum Stellam von Siegen ". Erschienen 1560 zu Wittenbergh. Weitere Auflagen in den folgenden Jahren zeigten das rege Interesse . Verfasser ist Tielemann STELLA ( 1524-1589 ), der bedeutendste Kartograph aus dem Wittenberger Gelehrten­kreis um Melanchton. Stella hat die Landtafel seinem Gönner, Herzog Albrecht von Mecklenburg gewidmet. Das Kartenbild hat er inhaltlich neu bearbeitet, es hat einen Durchmesser von 27,5 cm. Die Verdoppelung der geographischen Namen geht auf Kosten des graphischen Bildes. Die Karte war die Vorstufe zu der von ihm begonnenen UNI VERSA des ganzen teutschen Landes aus hundert Einzelkarten gedacht. 1560 und 1569 erhielt er das kaiserliche Druckprivileg .

Holzschnitt, 37 \ 55 cm aus der Collektion Niedwodniczanski.

 
         
   
         
     
         
 

 

1562

GERMANTA gestochen von PAOLO FORLAM
Venedig J.F.-CAMQCIO 1562

Diese reichverzierte Kupferstich karte zeigt Europa wie es der COSMOOiRAPH Jacopo di Gastaltj 1559 erarbeitet hat. Die wichtigsten Orte sind von Hand nachträglich rot lierausgehoben darunter auch "Neuiß" unser heutiges Neuenhaus . Umrahmt ist die Karle von rlKoJI- und Bcschlagwerk" zur Verzierung und sie zeigt zusätzlich an den Seiten Städtewappen.

Kupferstich , coloriert 43 x 32 cm Collekiiart Niewodrriczanski

 
         
   
         
     
         
 

1595

Germania Rundkarte des Matthias QUAD 1595

Die Rundkarte hat einen ornamentalen Rahmen mit den Portraitmedaillons und Wappen von Kaiser RUDOLF II und den Kurfürsten . Es handelt sich um eine Arbeit des Kartenstechers Mathias QUAD , einem der wichtigsten Kartenmacher am Ende des 16. Jahrhunderts und Hauptvertreter der Kölner Atlaskartographenschule. Weitere Germania Karten veröffentlichte er 1590 und 1605 sowie in seinem " Geographischen Handbuch " (1600) das als erster Atlas in deutscher Sprache gilt. Die dekorative Rundkarte wurde vermutlich als Schmuckblatt von dem Kölner Kunstverleger Johann BUSSEMACHER herausgegeben . Johann HOGENBERG entwarf das kunstvolle Rahmenwerk Mathias Quad, Johann Hogenberg, Germania Köln Johann Bussemacher 1595 Kupferstich 52 X 40 cm

Collektion NIEDWODNICZANSKI

 
         
   
         
     
         
 

1600

Geldern , Kleve und angrenzende Gebiete um 1600
GELRIAE ; CLIVIAE ; Finitorumque LOCORUM verissima descriptio
Landkarte aus der Staatsbibliothek Berlin Schwarz/ Weißkopie , handkoloriert.
Kartenstecher Christiano SCHROT. Auctore.

In die verschiedenen Städte der Niederlande ging Christian SGROOTEN alias Christian Schroot ( 1532 - 1608) der aus dem rheinischen Sonsbeck stammt und ab 1557 als Kartograph in Diensten des spanischen Königs Phillip des II stand , seinen Geländeaufnahmen nach . Nur wenige seiner Karten sind im Druck erschienen . Berühmt gemacht haben ihn vor allem zwei im Auftrag des Herzogs von ALBA mit der Hand ausgeführte Atlanten . Der erste , von 1573 . enthält 38 niederländische und deutsche Gebietskarten und befindet sich heute in Brüssel, der aus dem Jahr 1592 stammende zweite, ist wesentlich umfangreicher und wird heute in MADRID aufbewahrt Auch wenn diese anderen handgezeichneten Karten Sgrootens. die auf handwerksmäßig gedruckte Atlanten gerichtete zeitgenössische Entwicklung nicht beeinflussen konnten, so stellt ihr reicher Inhalt für jedes Land Europas, das er durchreiste und kartierte . einen bleibenden Gewinn dar

Original. Staatsbibliothek Berlin

 
         
   
         
     
         
         
 

1608

Germanie inferior
Petrus Kaerius ex lavit eo excudit Amstelodami

Diese alte Karte zeigt Westen oben und Süden links.

is omni um accura issima et nova descriptio Auctore PERTO K A E R IO

Landkarte der heutigen Niederlande, Brabant und der angrenzenden Lande von Verdun bis nach Groningen im Norden und von Cölln im Süden zu Kanal- und Nordseeküste und Groningen in Friesland. Sie ist an den Rändern geschmückt mit Stadtansichten von Lewarden, Utricht , Mechelen, Antwerpen , Limburg, l.uxenburg, Arnheim, Ghendt , Arras, Bergen, Amstelredam, Middelburg, Samen, Zutphen, Antwerpen, Deventer, Groningen . Der Kartentitel ist reich geschmückt mit Figuren und Wappen. Dabei ist eine Inschrift in der linken Ecke zu erkennen die auf " Mercator Belga" die Mercatorkarte von Belgien hinweißt

In der rechten Ecke ist ein Maßstab in den verschiedenen zur damaligen Zeit gebräuchlichen Meilen eingedruckt

Kartenstecher und Herausgeber ist Pieter van der Kaere

Staatsarchiv Osanbrück

 
         
   
         
     
         
 

1610

GERMANIA Anno 1610

Diese reichausgestattete Kupferstichkarte erschien in Amsterdam 1610. Der Rahmen zeigt Wappen und Porträts und ist beschriftet: " Petrus KAERIUS excudit Amstelodami anno a nato Christo 1610

Pieter van der KEHRE ( Peter Kaerius) 1571 - 1646 lebte in Edam und Amsterdam als Gloobemaker und Kupferstecher Der flämische Kartenzeichner und Stecher war zu seiner Zeit ein hochgerühmter Mann. Er gab im Jahre 1617 in Amsterdam den Atlas

" GERMANIA inferior "
heraus. Eine wichtige Produktionsstätte für Karten war zu dieser Zeit EDAM bei Amsterdam, heute durch den gleichnamigen EDAMERkäse bekannt. Dort wirkten und produzierten die "caertschnjvcrs" ihre Werke

Original in der Staatsbibliothek in BERLIN

 
         
   
         
     
         
 

1616

"NOVA GERMANIA Descriptio " Amsterdam Anno 1616
Kupferstich vom Neuen Deutschland NOVA GERMANIAE descriptio Stecher Jan JANSONIUS Amsterdam.

Die Karte ist auf allen vier Seiten mit Wappen geschmückt. Portrait des Kaisers MATHIAS (1612-1619) und Reiterbildern der Kurfürsten, Stadtansichten von Francfurt, Nürnberg , Strasburg, Kaisers Hof, Augspurg, Erdfurt, Leypzig , Heidelberg ,Ments, Cöln, Praga, Speir,Wien. (nach BRAUN und HAGENBERG) "Die niederländischen Kartographen haben in vielen Richtungen Einfluß auf das übrige Kartenschaffen Europas in dieser Zeit genommen.Sie waren teilweise selbst Autoren von neuen Landkarten. Größtenteils aber überarbeiteten sie ältere vorhandene Karten mit grossem Geschick, und erzielten so bessere Übersicht­lichkeit, Klarheit und scheinbare Genauigkeit, ließen die Kopien jedoch inhaltsmäßig im großen und ganzen ohne Veränderungen. Die Neuerungen mit denen MERCATOR die europäische Kartographie der Spätrenaissance be­reichert hat ist nicht hoch genug einzuschätzen. ("Aus: Alte I.andkarten,KUPCIK").

JAN JANSIONUS, Schwiegersohn des berühmten Kartographen HONDIUS widmete sich mehrere Jahre der Herstellung von Atlanten und Globen die er eigenhändig coloriete. 1638 übernahm er das VERLAGSHUS HONDIUS und gab einen Atlas zu sechs Bänden heraus, noch nach 1660 war der niederländische Kartenmarkt davon überschwemmt. Von den mercatorschen Originalkarten waren nur noch 18 enthalten, der Name MERCATOR ist von den Titelblättern verschwunden, aber die Bezeichnung A TLAS bewahrte ihn im Gedächtnis der Menschheit. Die Karten aus dem reichen Nachlass von JANSONIUS wurden von seiner Tochter und deren Ehemann herausgegeben, sein Werk aber sollte wie in jenen Zeiten üblich,die Familie nicht überleben. Die Blätter erschienen dann mit der Signatur Johann Waesberg. Der engliche Verleger MOSES PITT (tätig 1654-1696) gab unter seinem Namen Nachstiche aus Jansons Hinterlassenschaft heraus. In der bisher größten Edition von KARTENDENKMÄLERN die 1993 vom Verlag NOCO ISRAEL Meridian Pibl.Amsterdam, in Angriff genommen w urde.finden sich viele Karten aus der Jansonius- Sammlung mit Abbildungen berühmter Handelsstädte.

Original in der STAATSBIBLIOTHEK BERLIN

 
     
   
         
     
         
 

1666

DITIO TRANS-ISULANA

Diese Landkarte aus dem RIJKSARCHIEF OVER1JSSEL in Zwolle stellt der Niederlande nördlichen Teil dar. Sie zeigt die "Zuyder Zee" oben und "Benthem Comhatus" unten. Der Kartenstecher und Herausgeber(?) ist Joannes Janssonius aus Amsterdam. Die Karte stammt aus dem in Jahre 1666 herausgegebenen Atlas ist coloriert und wurde 1867 angekauft. Rechts oben:"Wapen van Overijssel (leeuw achter de stroom.)". Die "Nieuwe Vaart naar Steenwijk wel, de Beeotjegraven nog niet is vermeid."

Archiv Zwolle "OUD ARCH1EF van OVERUSSEL Nr. 495.

 
         
   
         
     
         
 

1669

IMPERII ROMANO - GERMANICI

IN SUOS STATUS ET CIRCULOS DIVISI TABULA GENERALIS IN USUS INVENTUTIS ERUDIENDAE ACCOMMODATA a JOH BAPT: HOMMANO S.C.M. Geographo Reg Beruß Societ Scient. Sodati Norimberga

ALLEMAGNE distingee en ses Cercles & subdivisee en ses ETATS, contenant son Etendue presente, revctifiee & methodiqement enluminee suivants les Elemants de Geographie de Mr SCHA TZ.

Explication des Couleurs l'ALLEMAGNE est composee a l'occident des Cercles de Haut Rhin, du Bas Rhin, a midi de Cercle de Suabe & d'Austriche, a l'orient des Etats de a septentnon des Cercle de Haute Saxe de baßse Saxe & de Westphahe, a l'inteneur de Cercle de Franconnie & de Baviere

In der rechten oberen Ecke eine Ausschmückung mit dem römischen Kaiser auf dem Thron

Johann Baptist Homann (1663-1724) gründete das Verlagshaus als Verleger und Kupferstecher zu Nürnberg. Sein Unternehmen Angebot von mehr als 600 beherrschte bn­produktion und übernahm indirekt die Aufgabe der ald die deutsche Kartenieder­ländischen Editoren Mit seinemgestochenen und herausgegebenen Karten, die einzeln oder als Atlanten in den Handel kamen. So konnte Homann länger als ein halbes Jahrhundert zumindest die mitteleuropäische Nach­frage befriedigen (Aus Ivan Kupcik," Alte Landkarten .")

Staatsbibliothek OSNABRÜCK

 

 
         
   
         
     
         
 

1692

La Seigneurie d'Over-Yssel

subdivisee en Trois Parties SALLANT , TWENTE , et DRENTE gestochen etwa 1692

Die Karte der Herrschaft OVERYSSEL unterteilt in die drei Landesteile SALLANT, TWENTE und DRENTE wurde in Paris von Charles Hubert Jaillot auf der Grundlage von Karten von A. Sanson bearbeitet und verlegt. Die Karten wurden in größere Maßstäbe gesetzt und reich verziert.

Diese Karte wird dem ATLAS Nouveau um 1681 zugeschrieben und ist eine reich verzierte Ausgabe. Wie alle die Karten der damaligen Zeit ist sie herausgegeben mit dem Privileg du Roi für fünf Jahre. Jaillot bereicherte die Karten um viele Einzelheiten und hat sie, mit reichem Zierwerk versehen, herausgegeben.

Original: Rijksarchief Overijssel, Zwoile.

 
         
   
         
     
         
 

1705

Circulus Westphalicus

sive Germaniae inferioris.

Diese Karte wird in das Jahr 1705, geschätzt, eingeordnet. Sie stammt wahrscheinlich aus einer deutschen Kartenstecherei nach der Schreibweise der Inseln und Städte auf holländischer Seite zu urteilen. Sie ist noch nicht genordet und zeigt daher
an der linken Seite. MERIDES, Süden
an der Unterkante : ORIENS, Osten.
An der rechten Seite: SEPTENTRIO Norden.
Die Bezeichnung der Westseite ist nicht erhalten.

Der Überblick über die westphälischen Lande geht vom Rhein bei Kleve in der linken oberen Ecke bis zur Insel AMELANDT oben rechts.

Die Karte zeigt unten DUCATUS BRAUNSWICK, das Herzogtum Braunschweig und reicht zur ZUYDER ZEE am oberen Kartenrand. Die Entfernungen sind in" MILUARIA GERMANICA COMMUNIS," den damals üblichen Deutschen Meilen angegeben. Die Vedute um den Kartentitel zeigt oben ein Wappen mit Doppeladler und Krone, an der rechten Seite zwei Krieger mit Lanze und Muskete und an der linken Seite zwei Landsknechte. Unter der Vedute kann man das Gebiet um Hamborg und Harborg erkennen.

COMITATUS BENTHEIMENSIS liegt mit den Orten NIEHAUS NORTHORN BENTHEIM und SCHUTDORFF in der Mitte.

Besitz der Staatsbibliothek Berlin

 
         
   
         
     
         
 

1710

Deutschland in seinen Reichskreisen und Reichsterritorien um 1710.

Imperium Romano - Germanicum in suos
circulos Electoratus et Status accurata distinctum. Nürnberg.
J.B.Homann um 1710.

Dieser colorierte Kupferstich in den Maßen 56 x 47 zeigt die starke territoriale Zersplitterung des Reiches im 18. Jahrhundert. Damals waren Informationen über die politischen Verhältnisse besonders wichtig. Prof. Hübner, Hamburg entwickelte für den Verlag Homann eine "Illuminierung " der politisch-territorialen Karten, das intensive Flächencolorit machte die politische Aussage der Karte zum Hauptthema und die topographischen Angaben traten zurück.

Man erstellte: Regionalkarten, Länderkarten, Postroutenkarten, Gewässernetzkarten, Stadtkarten und Umgebungskarten.

Der Spezialatlas von Deutschland: "ATLAS GERMANIAE SPECIALIS." entstand damals, erschien 1753/37 und umfaßte 86 Karten sowie 45 Stadtpläne!

Karte: Staatsbibliothek BERLIN Nr. L 290

 
         
   
         
     
         
 
 
         
 

1715

Wandkarte von Deutschland im Verlag Homann Nürnberg

TABULA NOVISSIMA TOTIUS GERMANIAE: Von Caspar Johann EISENSCHMID, herausgegeben von Joh. Baptist Homann.

Die Wandkarte besteht insgesamt aus 4 Blättern.

Um 1715 brachte der Verlag Homann eine Wandkarte von Deutschland heraus. Sie ist mit dem Bildnis des Straßburger Mathematikprofessors und Doctoris der Medicine Johann Caspar Eisenschmid geschmückt. Von ihm stammen die astronomischen Ortsbestimmungen, die J.B. Homann entsprechend ergänzte. Das Werk gehörte zu den genauesten Karten vom Deutschland in der damaligen Zeit.

Staatsbibliothek BERLIN Kart. Nr. 342

 
         
   
         
 
 
         
     
         
 

1717

Karte der Überschwemmung an der Nordseeküste, 1717

Karten, die Naturkatastrophen darstellen sind seilen. Diese Karte der WASSERFLUT in NIEDER - DEUTSCHLAND vom 25 Dez 1717 entstand in der Werkstatt von Johann Babtist Homann, der am Anfang des 18 Jahrhunderts eine neue Blüte des Karten Schaffens in Deutschland einleitete. Homann faßte seine Kartensammlungen in Atlanten zusammen 1707 erschien der erste Atlas mit 40 Karten. Weitere Atlanten folgten 1712 und 1716 mit 100 bis 126 Karten

Detailliert wird auf dieser Karte das ganze Ausmaß der Zerstörungen der Deiche durch die Springflut und die sich in das Hintertand ergießenden Wassermassen gezeigt

Auf dem in die Karte eingeklinkten Begleittext auf der rechten Seite werden besonders betroffene Gebiete beschrieben, insgesamt forderte die Flutkatastrophe rund 18 000 Menschenleben. Ertrinkende Menschen und der Meeresgott Neptun, der seine wasserspeienden Rosse in Richtung Küste treibt, verdeutlichen die Gefahr, die von solchen Katastrophen ausgeht Wie man versuchte die Wassermassen zu bewältigen, stellen die 3 kleinen Abbildungen unten rechts dar.

Ein Vergleich der Küstenlinien und der Form der einzelnen Inseln mit ihrer heutigen Gestalt zeigt den Einfluß von Wind und Wasser in den letzten 280 Jahren, aber auch den des Menschen, Land zu gewinnen. Besonders im Bereich der Nebenkarte, welche Nordholland zeigt, konnten durch den 1932 fertiggestellten Abschlußdeich der Suidersee. zwischen den ehemaligen Inseln Wieringen und Westfrieland riesige Landflächen gewonnen werden.

 

Bericht.

Es ist nicht nachdrücklich genug vor Zustellen der sehr betrübte und erbärmliche Zustand der den nördlichen Theil von Teutschland den 15 Dezember in der heiligen Christ Nacht des verwischenen 1717 ten Jahr betroffen, da nemlich die See bey einem gar ungestümen Nord-West Wind die Dämme durchgebrochen, viele tausendt Menschen und Vieh um das Leben gebracht, und unzehlig viel Häußcr darniedergerissen. Man hat aber die Nachricht, daß sowohl Dittmarschen als die Eijderstädrische samt einigen Insuln mehrentheils unter Wasser gesetzt worden-, und sind im Nordstrand allein 6.308 Menschen im Eiderstädischcn, im Dithmarschen 1055 , zu Hamburg 200 und noch mehr in disen Gegenden ertrunken. Unt um dieseits der Elbe im Bremischen, hat ebenfalls das Wasser grossen Schaden gethan, besonders in dem Land Ködingen, im Land Hadeln, im alten Land, und im Land Wursten da bei 2ooo Menschen und (sehr viel Vieh umkommen. Im Oldenburgischen des Pudjadinger Lands, sind auch 921 Menschen ertrunken. In dem Ost Friesischen, Emdischen item um Aurich und Leer, hat es einen unbeschreiblichen Schaden verursacht, in diesen Gegenden sind 560+ Menschen umkommen, nebst allem Vieh, sodaß sich die Summe der ertrunkenen Menschen auf 18140 so wie es ann ach Wissent ist betrifft. Es haben auch die See=Canten von West Frießland, Grönningen und Nordholland, Große Noth gelitten. Hiebei] ist noch um desto mehr zu bejammern daß der Schaden wegen der Hohen Fluthen noch immer mehr und mehr answachse. Zumahl da die Dämme sehr zerrissen und allen Fluthen offenstehen, gleich wie erst neulich den 25. Febr. das Wasser bey ane starcken Nord-Westwind in dem Holsteinischen und einigen andern Gegende um 5 bis 6 Schue höher gestiegen, und wieter in das Land eingebrochen, welche traurige Begebenheiten gegenwärtige Charte ganz spezial und mit mehreren vor die Augen leget. Wie weit nun das Land unter Wasser bleiben, oder von selbigen wieder befreyet wird, ist zu erwarten, daß es sodann auch eigentlich soll angezeigt werden.

 

 
         
   
     
     
         
 

1745

L'Empire d'Allemagne, von Nicolas de Fer

Paris 1745 (1760).

Anläßlich der Kaiserkrönung des Franz von Lothringen und seiner Gemahlin Maria Theresia in Frankfurt am Main im Jahre 1745 wurde diese Karte von Nicolas de Fer mit reicher Ornamentik versehen als reich verzierte Repräsentationskarte veröffentlicht. Die Karte ist von Schmuck-Medaillons als "Ahnentialerie" umrahmt. Unser Ausschnitt zeigt in den Medaillons von links nach rechts.

Ferdinand, III.

Leopold, I.

Francois, I. MARIA THERESIA REINE D'HONGARIE CHARLE IM AG NE

Ferdinand der 3 von Oestereich geb. in Graaz. Er hat 20 Jahre lang regiert. Leopold von Oestereich, geb. in Wien 9. Juin 1646. gest. 5. Mai 1705

Nicolas de Fer (1646-1 720) war Geograph des Grand Dauphin und des Königs von Spanien; außer seinen berühmten Wandkarten hat er 12 Atlanten und 19 großblättrige Stadt­pläne herausgebracht.

Staatsbibliothek BERLIN Kart. Nr. L 250

 
         
   
         
     
         
 

1761

CIRCULI WESTPHAUAE 1761 mit den nördlicheren Teilen in seinem damaligen Zustand und den Landesteilen.

Die'TABULA GEOGRAPHICA" wurde heraus­gegeben von HOMMANIAORIUM HEREDUM

In der Kartenvedute steht lateinisch:

NOTA. Qui Status Circuit Weslphalici meridionales videre relit eis et Irans Fluvius Mosam sitos consulat mappam. circuli Burgundici seu decem Provinciarum Notiz. Wer die südlichen Kreise der westphälischen Staaten und die jenseits der Maas gelegenen Staaten sehen will, soll die Karte der burgundischen Kreise oder die der 10 Provincen zu Rate ziehen.

Homann war ein bekannter Kartenverleger in Nürnberg, Er versah die Karten mit geogra­phischer Längenzählung vom Hauptmeredian her, und gab die genauesten Karten heraus. Diese Karte von 1761 zeigt an den Rändern Einteilungen in grad und in Bogenminuten.

Der "ATLAS NOVUS " von 17o7 enthielt 40 Karten und der große ATLAS von 1712 war als "ATLAS VON 100 CHARTEN" weltberühmt.

Herausgeber war das, 1707 durch den Kupfer­stecher Johann Baptist Homann (1663-1724) gegründete, Verlagshaus HOMANN, Nürnberg.

Er übernahm die Kartenproduktion und den Vertrieb der niederländischen Editoren und beherrschte bald den gesamten deutschen Markt.Er gab mehr als 600 Karten heraus, teilweise zusammengefaßt zu ATLANTEN, und konnte länger als ein halbes Jahrhundert die mitteleuropäischen Nachfrage befriedigen.

Aus: Ivan KUPIK Alte Landkarten

 

Original: STAATSARCHIV OSNABRÜCK

 
         
   
         
     
         
 

1784

Carte Topographique D'Allemagne,

contenat une Partie de l'Eveche de Munster, un Partie du Duche d'Oldenburg, de Eveche d'Osnabruck, de Friesland Oreintale, Groningen et d'Overyssel, les Comtes de Bentheim, de Lingen fait par I.W.A.Jaeger a Francfort sur le Meina. P.d. S.M.1.1784.

Die Karte umfaßt die Gebiete Münster, Osnabrück, Oldenburg, Osnabrück. Westfriesland. Groningen und Overijssel, die Grafschaft Bentheim und Lingen. Hergestellt, bearbeitet und gestochen von I.W.A.Jaeger in Frankfurt am Main 1784.

Johann Wilhelm Abraham Jäger 1718-1790 gab 1784 die erste selbständige Deutschlandkarte heraus, den GRAND ATLAS d'ALLEMAGNE. dessen Karten alle im Maßstab 1: 220 000 gehalten sind. Die Zeit scheint für diese etwas waghalsige Herausgabe noch nicht reif gewesen zu sein, wenn man bedenkt, wie schwer der Zugang zu diesen Quellen und wie wenig einheitlich die einzelnen deutschen Aufnahmen gewesen sind.

Aus: Alte Landkarten IVAN KUBICA


Deutlich zu erkennen sind die großen Moor­gebiete, die zur damaligen Zeit, kaum zu umgehende Hindernisse waren und die Lage der Verkehrwege von altersher bestimmten. Das war auch der Grund warum die Bentheimer Eisenbahn die nördlichste Bahnverbindung zwischen Deutschland und den Niederlanden ist.

Nienhus, Velthusen, Northhorn und viele weitere Orte der "Comte de Bentheim" sind verzeichnet. Es fällt bei den alten Karten immer wieder auf, daß das "Hus ESCHE " verzeichnet ist. Hus Esche war ein FREIHOF und war unabhängig von der Herrschaft der Grafen von Bentheim. Die politischen Grenzen sind punktiert eingezeichnet.

Staatsbibliothek OSNABRÜCK.

 
         
   
         
     
         
         
 

1787

La Province d'OVER-YSSEL & la pays de DRENTHE dressee par F.L.Güsßefeld & publiee par les Heritiers de Homann a Nuremberg Tan 1787"

"Diese Overyssel und Drenthe Karte wurde durch F.L.Güsßfeld entworfen und herausgegeben von den "Homännischen" Erben zu Nürnberg, im Jahre 1787. Mit Rom. Kayserl. allergnädister Freyheit." Die Karte zeigt die Provinzen Overyssel und Drenthe vom der ZUYDER ZEE bis zum Bisthum MUNSTER und der Grafschaft BENTHEIM im Osten, die Grafschaft ZUTPHEN im Süden und das GRONINGERLAND im Norden. Der Verlag Homann in Nürnberg war im Jahre 1702 durch Johann Baptist Homann { 1663 - 1724) gegründet worden. Er stellte den ersten echten Kartenatlas in Deutschland her und beherrschte bald den deutschen Markt indem er auch die Aufgabe der niederländischen Editoren übernahm. Dieses kartenblatt stammt mit hoher Wahrscheinlichkeit aus einem dieser Atlanten.

Wir finden in der Grafschaft BENTHEIM die Orte:

Nienhuis Velthausen

Noordhorn Bentheim u.a.m.

Original: Staatsarchief Overyssel.

 
         
   
         
     
         
 

1797

NIEUWE KAART VAN OVER IYSSEL

Beworende tot het Vaterlandsch
Woordenboek van JAKOBUS KOK 1797.

Die Overysselkarte zeigt als Grenzgebiet zu Deutschland das MÜNSTERLAND mit den Orten:

NIENHVIS, NOORTHORN, Lage, Ulsen, Wilsum, Emplicamp uam.

RIJKSARCH1EF OVERJJSSEL; Zwolle.

 
         
   
         
     
         
 

1799

Diese Karte ist ein Blatt aus einem Kartenatlas in der Zeit um 1800 Am rechten oberen Kartenrand steht der Eintrag: Campagne de 1799. T. 1er. Am unteren Kartenrand steht Dessiné et gravé par Ambroise Tardiet. Quai dse Augustins No 89 Paris.

Hier sind die Postrouten der damaligen Zeit eingetragen und man kann erkennen, dass die Routenführung von Lingen über Neuenhaus nach Hardenberg führte.

Im heutigen Hause des Kunstvereins im "Neuenhauser Hof“ befand sich zur damaligen Zeit eine UMSPANNSTATION und ein GASTHAUS für die Reisenden die per Kutsche unterwegs waren. Hier konnten die Pferde gewechselt werden und die Reisenden fanden eine Kneipe und Übernachtungsmöglichkeit im Gasthaus.

Die Lage von NEUENHALS zwischen den Moorgebieten im Norden und Süden war für diese ganzjährig passierbare Postroute die geographische Begründung. Man kann deutlich erkennen daß der nächste eingezeichnete Übergang von Weener über Nieuve, Winschoten nach Groningen ging, und daß es noch einen kleineren Übergang nach Koverden gab. Im Süden gab es mit Nordhorn - Almelo Nordhorn - Oldensaal und Bentheim - Enschede viele weitere grenzüberschreitende Routen.

Staatsarchief Overijssel Zwolle Neg. Nr K794

 

 
         
   
         
     
         
 

1801

Bei der Karte "BELG1UM FOEDERATUM"

aus dem Jahre 1801 muss man bedenken, daß zur damaligen Zeit das gesamte heutige Beneluxgebiet mit Belgien bezeichnet wurde. Daher reicht die Karte von Flandern bis nach Friesland und schließt im Osten an die "Teutschen Länder" an. Das Gebiet JÜLICH und LIMBURG sind unten rechts über der Meilenangabe eingeklinkt. Auf dem "MARE GERMANICUM" sind viele Schiffe dargestellt. Die Titelvedute ist reich verziert mit Justitia Kriegern, Neptun mit Raubfisch Löwen und Drachen und einem fernöstlichen Kaufmann der Perlen und Schmuck anbietet. Über der Titelschrift sind Wappen zu erkennen: Holland, Zeeland, Utrecht, Geldern, Obyssel, Grönning, Friesland. Unter der Titelvedute, wo eigentlich England herauskommen zeigt die Karte INDIA mit Japponia rechts oben und Java Timor und Nova Hollandia .

In dem ovalen Medaillon lesen wir :

INDIA ORIENTAL Quam BATAVORUM Navigationes. comercia Coloniae et potens Gubernatio judirem reddun
Sinngemäß: Ostindien, das die niederländische Seefahrt, den Handel, die Kolonien und die mächtige Regierung wiedergeben.

„COMITATUS BENTHEIM" die Grafschaft Bentheim zeigt uns die Orte: Nyenhuys, Ulsen, Wilsum, Esche, NOORTHORN, HESEPE, Engden, SCHÜTTORP BENTHEIM WITHMARSCH:
Die Vechte fließt bei Swartesluis in die Zuydersee und damit ohne weitere Behinderung in die Nordsee.

Original in der Staatsbibliothek OSNABRÜCK

 
         
   
         
     
         
 

1830

LANDDROSTEI OSNABRÜCK des Königreichs HANNOVER

Dieser Stahlstich von RENNER, um 1830 zeigt uns die kolorierten Grenzen der im Jahre 1815 an HANNOVER gefallenen Gebiete
GRAFSCHAFT BENTHEIM. AMTES MEPPEN, Verwaltungsbez. EMSBÜREN, Grafschaft LINGEN, Fürstbistum OSNABRÜCK.

Er liegt hier als Sonderdruck des Emsland museums in Plakatform vor.

Emslandmuseum Lingen Inv. Nr. 3003

 
         
   
         
 
 
         
 

1848

Nordwestl Deutschland, Preuss. Rheinprovinz u. Westphalen, Königr. Hannover , Oldenburg , Braunschweig, Lippe Waldeck u die Hess. Lande Nassau entworfen 1831, berichtigt 1841, revidiert 1848.

Aus: STIELERS WELTATLAS

Staatsbibliothek Osnabrück

Die Karte stellt eine von 6 Karten van Deutschland dar, begrenzt von Frankreich Belgien und den Niederlanden. Im Norden endet sie in Holstein und im Nordosten Mecklenburg. BENTHEIM ist nur als Gebiet gekennzeichnet, nicht als Grafschaft

Die Ortsnamen sind: Neuenhaus, Nordhorn, Schüttorf und Bentheim

Staatsarchiv Osnabrück: Kartenblatt aus einem Atlas.

 
         
   
         
     
         
 

1872

"Schets van de tegenwoordige grenzen van Overijssel. z.j.: Grenzen ingekleurd."

Diese handgezeichnete Karte von 1872 wurde gezeichnet um die Grenzen der Provinz zu visualisieren. Sie zeigt im Südwesten Gelderland, im Westen das lysselmeer mit Schokland, als Insel, im Osten das Münsterland und die Grafschaft Bentheim, sowie als nördliche Begrenzung die Drenthe.

In der Grafschaft sind neben NYNHUYS und NORTHORN die Orte Balderhaar, Getelo, Itterheek, Hoogstengen, Halle und Emblekamp verzeichnet. In der linken Ecke befindet sich folgende Notiz:

IS. R. De naamen der op de grenzen liggende Gemeenten zyn rood geschreven. Die rote Schrift ist auf der Fotokopie leider nicht zu erkennen

Staatsarchief Overiyssel Zwolle.