Herzlich willkommen auf der Homepage der
Heimatfreunde Neuenhaus
 
     
     
 

 
     
 

De Georgsdorper Mölle

Vegetten en veloaten
Steht an dat wieder Moor,
Kott an Kanoal en Stroaten
De Möll', baul hundert Joahr.
Wennt froger oarig wäijde,
Dann löp den Möllensteen.
Et Flölelrad sick dräijde,
Doch dat is lange leen. —

Nu kann men an de Mölle
De Flügel nich meähr sehn.
En deepe, döadsche Stille
Ligg üm den Möllensteen.
Wenn sick doar ginn' üm kümmert,
En doar wott nicks an doahn,
Nicks weär torechte timmert,
Dann mött de Möll vegoahn. —

Loat de doaroawer proaten,
De wat te seggen hebbt.
De Mölle nich vestoaten,
Nich soa döart Lewen sleppt.
De noa uns kump soll danken,
Netsölf, of jung of ault,
Well mett nije Flögelplanken,
De Möll' in Eähren hault.

Jan Smoor

 
     
 

 

Windmühle in Georgsdorf

Die Windmühle in Georgsdorf (Typ: "Gallerieholländer") wurde 1875 erbaut und ist ein mehr als 100 Jahre alter Ziegelbau mit Reeteindeckung. Ihr Ursprung findet sich in dem Zusammenschluß von 12 Bauern aus Georgsdorf. Zunächst verpachteten die Bauern ihre Mühle, die sie für ca. 6500 Taler erbauen ließen. Eine Galerieholländermühle lässt von außen drei Abschnitte erkennen. Der Unterbau, meist aus Ziegelsteinen gemauert, bildet die Basis für den sich nach oben verjüngenden Rumpf, über dem die Kappe oder Haube die mächtige Flügelwelle trägt, mit den großen Windmühlenflügeln zur einen Seite und zu anderen dem "Steert". 

Gallerieholländer

Um die beste Windkraft auszunutzen, wird von der Galerie aus die Mühle in den Wind gedreht. Um nicht vom Wind abhängig zu sein, wurde im Jahre 1908 in einem Anbau an der Mühle ein Dieselmotor angebracht. 1976 übernahm die Gemeinde Georgsdorf die Mühle in Erbpacht mit dem Hintergrund, sie im Zuge der Dorferneuerung zu restaurieren und als Denkmal zu erhalten. Eine erste Renovierung erfolgte Anfang der 80er Jahre. Mitte der 90er Jahre wurde die Galerie erneuert und der Mühlenstumpf wurde gegen die Unbill der Witterung mit Reet umkleidet. 1989 gründete sich dann der Georgsdorfer Mühlenverein e.V., der heute ca. 55 Mitglieder hat. Seit dieser Zeit wird die Mühle von Hobbymüllern betrieben. Seit dem 1. März 2013 ist die Windmühle im Besitz der Gemeinde Georgsdorf. 

 
 

 

 
 
 
 
 
 

Der Buchweizen wird landläufig gern als eine Getreideart bezeichnet. Es handelt sich allerdings nicht um eine solche, sondern um eine Pflanzengattung aus der Familie der Knöterichgewächse. Neben anderen als Cerealien gehandelten getreideähnlichen Arten, bei denen es sich nicht um echte Getreide handelt wie beispielsweise der Reismelde und dem Amarant, zählt auch der Buchweizen zu den Pseudocerealien. Der lateinische Name des Buchweizens lautet Fagopyrum. Als Synonym ist unter anderem die Bezeichnung Heidekorn bzw. Heidenkorn gebräuchlich. Diese hängt mit dem Ursprung der Pflanze zusammen, der in mohammedanischen Ländern zu finden ist, wo die sogenannten Heiden lebten. Das Christentum als Religion besitzt in diesen Regionen kaum eine Bedeutung. Die Ähnlichkeit der Früchte mit denen der Buchecker hat dem Buchweizen seinen deutschen Namen gegeben. Aktuell sind 16 Arten des Buchweizens bekannt.

 
     
 
Gemahlen wird in der Mühle vorwiegend Buchweizen, der in Georgsdorf in traditioneller Art und Weise angepflanzt und geerntet wird. Auf Bestellung bekommen Sie in den begehrten Buchweizen-Pfannkuchen (Bookwaiten-Jan-Hinnerk) mit seinen traditionellen Beilagen in unserem Müllerhaus serviert.  Buchweizenmehlverkauf samstags während der Öffnungszeiten in der Mühle.  Ansprechpartner: Georgsdorfer Mühlenverein e.V., www.georgsdorfer-windmuehle.de, 1. Vors. Jan Schüldink, Tel. +49 5944 / 1439, 2. Vors. Lukas Köster, Tel. +49 5946 / 646 
 
     
 

 
     
 

Traditionsgericht Buchweizen Pfannkuchen wird seid Jahrzehnten in der Grafschaft Bentheim gereicht und hat sich von einem "arme Leute" Essen zu einer Spezialität entwickelt.

 
 
 
 

Plattdeutsche Abende.

Wieder färbt sich der Wald, bald ruhen Feld- und Gartenarbeiten, und die Zeit der langen Winterabende rückt näher. Die Vereine stellen jetzt für ihre Darbietungen das Winterprogramm auf. Dies und jenes findet Aufnahme, was beim Einzelnen die Stunden, wo es draußen stürmt und schneit, erheitern soll. Bei der Aufstellung solcher Pläne vergißt man oft das Nächstliegende, denkt nicht daran, daß ein plattdeutscher Abend mit seinem köstlichen Humor unbedingt ins Winterprogramm gehört.

Die plattdeutsche Sprache bleibt trotz Luthers Bibelübersetzungen die Sprache der bodensässigen Bevölkerung und wurzelt, Gott sei Dank, bei uns noch weit fester als in andern, mehr verstädteten Landesteilen. Auch die Regierung erkennt langsam ihre Bedeutung und verpflichtete in letzter Zeit die Lehrkräfte aller Anstalten in wiederholten Erlassen die Mundarten im Unterricht ausgiebig zu berücksichtigen.

Aber die Bevölkerung selbst kann zur Erhaltung und Pflege manches beitragen. Bringt die plattdeutsche Literatur wieder zu Ehren! Lest oder laßt euch die trefflichen Sachen von Wibbelt, Landois, Wagenfeld und vor allen Dingen von unserm rührigen Heimatschriftstellern Karl Sauvagerd, Carl van der Linde, Heinrich Kuiper und andere vorlesen. Wollt ihr teilhaben an dem Frohsinn, der aus den fleißigen Arbeiten spricht, ihr alle in Dorf und Stadt, auf dem platten Lande und vor allen Dingen ihr Grafschafter in den holländischen Grenzorten, so vergeßt im Winterprogramm eurer Vereine nicht, einen Leseabend zu organisieren.

H. Specht

 
 
 

Harwst Karl Sauvagerd

Dûnkergriese Wolken treckt
sacht en swoor nuw döör de Lânde,
en noa all et Leewen steckt
gierig all de Doat de Hânde,
alle Bläädties, matt en fahl
fâlt nuw soor en mööre daal.

All dee Sommerheerlikkäit
is vöörbij, vöörbij dat Leewen;
in de Häide, wiet versträit
Woagebüssche stoaht to beewen;
oawer’t Fäild en oawer’t Fenn
bruust de Storm en Reegen hen.

En dän stillen Häidepatt
ligg verloaten en alleene;
woor ik met de Leewste satt,
pladdert Reegen up de Steene.
Kott was’t Glück, nuw is et ut –
Harwst, duw nömps mij’t Leewste futt!

 
     
 

Harwst Carl van der Linde

Nu steht de Harwst wer vör de Döhr,
De Blaa kriegt wer ne andre Klör,
De Wind wäith ower de Stoppeln,
De Vögel wer noa’t Süden treckt,
De Kräijen sammelt sick en bleckt
In grote, swatte Koppeln.

Dat Eerpelroden nu beginnt,
O, wat se alle flietig sind,
Oft Junge bin’t of Aule! –
Noa’t Venne föhrt nu drock de Lö,
Brenk dann de Winter Frost en Snee,
Dann lie wy ginne Kaule.

Dann schick’ wy üm de Kachel to
En proat van Vörjoahr, Sommer, wo
Dat Weer mök grote Sorgen.
Wegpuust is nu de Sorgendracht,
Soa geht es vake: biestre Nacht
Brenk mangs den mojsten Morgen.

Drüm gewet noit de Hoppnung up!
Wenn ok de Sünne sick verkrupp,
Of’t Dröägte giff of Regen,
Wot altied noit soa slimm, as’t latt,
Wat heel bedröwet utsött, dat
Wot mangs de gröttste Segen.

Carl van der Linde

 

 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
1733 Federzeichnung von Abraham Meyling
 
     
 

 

Durch unseren Internetauftritt geben wir Ihnen die Möglichkeit, sich einen kleinen Einblick in unseren Verein zu verschaffen.

Die Einwohner aus Neuenhaus, den Nachbargemeinden, der Grafschaft, aber besonders auch Neuenhauser, die heute außerhalb und rund um den Globus verstreut leben, möchten wir ansprechen und ihnen, soweit das möglich ist, ein kleines Stück Heimat vermitteln.

In der Navigationsleiste ist erkennbar, mit welchen geschichtlichen und bis in die Gegenwart hineinreichenden Dingen wir uns beschäftigen.

Sollten Sie für dieses Anliegen Dokumente, z. B. handschriftliche Akten, Postkarten, Fotos, Karten und Briefe aus den Weltkriegen, die Zeitgeschichtliches beinhalten, alte Heimatliteratur, aber auch Gegenstände, die mit Neuenhaus in Zusammenhang stehen, besitzen und der Allgemeinheit zugänglich machen wollen, selbstverständlich ohne die Besitzansprüche daran zu verlieren, dann setzen Sie sich doch mit uns in Verbindung.

 

Ihre Heimatfreunde aus Neuenhaus