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Heimatfreunde Neuenhaus
 
     
 

 

 

 

 

 

Wassermühle zu Neuenhaus

 

vor 1369 - Bau der gräflichen Wassermühle zu Neuenhaus, zusammen mit der Burg Dinkelrode

1552 - Wahrscheinlich Bau einer Ölmühle

1600 - Erstmalige Erwähnung einer Walkmühle durch den Rentmeister

1604 - Anlage eines steinernen Vorwerkes oder Flutwerkes an der Dinkel

1610 - Borchard van Dorsten pachtet die Wassermühle zu 500 Daler jährlich

1648 - Durch Kriegsereignisse und Fortzug von Wollwebern geht das Walkgeschäft zurück; die Walkmühle wird an sämtiche Wolweber konsortional zu 60 Reichstaler pro Jahr verpachtet

1681 - Kornschreiber Frantzen notiert Ausgaben und Einnahmen der Mühlen im Auftrag des Grafen

1681 - Verpachtung der Ölmühle an Wilhelm Cramer

1687 - Müller zu Neuenhaus wurde Arnd Kappelhoff mir einem Jahresgehalt von 25 Reichstalern in Naturalien (12 Mudde, 3 Scheffel Roggen)

1694 - folgt ihm sein Sohn Hermen Kappelhoff als Müller

1720 – 1728 - Als Pächterin der Ölmühle wird die Wittwe Gosselink für 57 Reichstaler Pacht verzeichnet

1728 - Verpachtung der Ölmühle an Frau Gosselink für 3 Jahre, einschließlich der Ölmühle, für 323 Reichstaler pro Jahr

1731 – 1739 - Pächter Gangelhoff pachtet die Mühle für 355 Reichstaler im Jahr. Zimmermann Menko Bakkers erhält 24 Reichstaler für geleistete Reparaturen

1740 - Neuer Pächter wird Lucas Gosling für 420 Reichstaler Jahrespacht

1766 - Als neuer Pächter tritt Friedrich Hintzmann im Namen der Kurhannoverschen Pfandschafts-verwaltung auf

1767 - Großer Umbau: 3 Wasser- und 3 Kammräder und 2 Achsen

1771 – 1779 - Als Müller tritt Casper Hinrich Kohring in Erscheinung

1784 – 1808 - Als Müller wird Jan Strick zusammen mit seinem Kompagnon Casper Müller aufgeführt

1784 - Einrichtung eines doppelten Schlagwerkes in der Ölmühle, Installierung eines dreisteinigen Kollerganges

1792 - Beschwerde der Ölmühlenpächter Harm List und Harm Braakmann, die auch die Walkmühle betreuten, wegen Abwanderung von Kunden aus Emlichheim zur Walkmühle nach Coevorden

1796 - Einrichtung einer „Pellmühle“ zur Graupenherstellung

1809 – 1820 - Als Müller tritt Ernst Heinrich Beins auf. Die Mühle besaß zu der Zeit drei Mahlgänge, die jeweils von einem Wasserrad angetrieben wurden

1820 - Brand in der Ölmühle

1820 – 1830 - Seinem Vater Jan folgt Sohn Harm Strick als Pächter

1830 – 1844 - Müller Ernst Gersecker aus Lienen übernimmt Mahl- und Ölmühle als Pächter

1836 - Die Ölmühle brennt total ab; nichts zu retten. Auch die Walkmühle wird vernichtet und nicht wieder aufgebaut

1837 - Die Ölmühle wird wieder aufgebaut. 2 Ölmühlensteine kommen aus Deventer für 240 Gulden. Schiffer H. Westenberg berechnet für die 14.000 Pfund schweren Steine 145 Gulden an Schiffsfracht bis Laar. Außerdem kommen aus Zwolle 19 Tonnen Zement durch Westenberg bis nach Laar. Sechs Ölschläger werden eingestellt: Lambert und Gerrit Barkemeyer, Hindrik Detmerink, Jan Hindrk Wilmsen, Jan Vorrink und Herrn Jan van Almelo. Vogt Brill gibt strickte Anweisung, daß während der 12-stündigen Arbeit maximal ½ Ort Branntwein getrunken werden dürfe

1843 - Der Verkauf von Schütt- und Floßwasser kann vom Müller mit 32 GuldenEinnahmen verbucht werden

1844 - Übermäßiger Alkoholgenuß beschäftigt die Öffentlichkeit, da ein auf der Ölmühle Beschäftigter an delirium tremens verstarb. Medizinalrat Miquel berichtet, daß die Ölschläger vor einiger Zeit in der Ölmühle „Aal in Brantwein gebraten“ hätten

1844 - Der Ölmüller und die Ölschläger werden entlassen. Sechs neue Ölschläger, davon drei Heuerleute aus Frenswegen, werden eingestellt. Auflage der Domänenkammer: „... keine katholischen Leute mehr einzustellen, da solches bei strengen Protestanten einen üblen Eindruck macht“

1850 - F. Bartling folgt Mühlenverwalter C. Posnau mit 260 Gulden Gehalt pro Jahr plus Beutelgeld und Steineschärfenvergütung von 25 Gulden. Müllersknecht war B. Egbers mit 160 Gulden Jahreslohn

1851 – 1852 - Einrichtung einer Plättmühle (Kalander) durch die Brüder Schräder, die in Neuenhaus eine Weberei und Färberei besaßen

1854 - An Stelle des Müllergesellen B. Engbers aus Schüttorf kam der Müllergeselle Fritz Börgeling

1862 – 1899 - Verpachtung der Korn- und Ölmühle an den aus Lage stammenden Müller August Wilhelm Lüppe für 3.360 Gulden Jahrespacht

1878 - Einrichtung einer Sägemühle durch August Wilhelm Lüppe; Sägemüller war der Geselle Bernhard Makke

1893 – 1904 - Neuer Pächter wird Müller H. Börgelink aus Denekamp. Er überträgt die Leitung der Mühle seinen Söhnen

1895 - Laut Rentmeister Crameer befindet sich das Sägegatter im Obergeschoß der Ölmühle. Das Schwungrad versetzt das Dach der Öl- und Sägemühle derart in Schwingungen, daß um die Standsicherheit zu fürchten ist. Crameer untersagt daher den Söhnen des Pächters die Arbeit

1905 - Neuer Pächter wird Gerrit Jan Oude Voshaar, gebürtig aus Geesteren (Ov.) Holland, Besitzer der Windmühle in Buitenborg (Hilten). Er weist die Mühle auf dem Firmenschild mit Jan Voshaar aus. Hierzu gehörte auch die Säge-, Öl- und Pellmühle

1912 - Installierung eines Saugmotors von 12 PS zur Abdeckung wasserarmer bzw. wasserüberreicher Zeiten. Führung der Mühle mit acht seiner Söhne

1917 - Im 1. Weltkrieg wurden sieben Söhne eingezogen

1919 - kauft seine Witwe Franziska Gesina ter Haar den gesamten Mühlenkomplex für 60.000 Mark

1932 - Wird vornehmlich die Kornmühle umgebaut, ein sogen. Motorschuppen errichtet und eine Francis Turbinenanlage installiert. Als Reservekraftanlage diente ein 30 PS Diesel. Eintragung der Firma als Gebr. Voshaar, Geschäftsfüher Johann und Fritz Voshaar in das Handelsregister beim Amtsgericht Neuenhaus

1953 - Umstellung der Kraftversorgung auf elektrischen Strom

1960 - Sägemühle noch voll in Betrieb, Ölmühle ist eingestellt

1965 - Aufgabe des Mahlbetriebs

1967 - Nach Errichtung des neuen Sägewerkes der Firma Gebr. Voshaar an der Veldhausener Straße wird die Sägemühle stillgelegt

1968 - Der gesamte Mühlenkomplex wird abgerissen

 

 

 

 

     
 

 

 

Wark, sålange 't dag is

 

Nu kum, an 't wark, den dag beginnt!
Du bis noch jung en 't is noch morgen,
du frags noch niks nå weer en wind
en kans noch warken sunder sorgen.
Nu is ‘t noch dag, o denk bijtied dooran:
de nacht dee kump,
woor nüms meer warken kan!

 

Kum an, 't is middag, — drok an ‘t wark!
Du bis in ‘t beste van dien lewen,
de sünne schiend en du bis stark,
nu kans du ok dien beste gewen.
Noch is ‘t lecht dag, men denk altied dooran:
de nacht dee kump,
woor nüms meer warken kan!

 

An 't wark, — 't is åwend! Du wos auld!
Hol diene kanst nu in de gade,
de sünn' geet under en ‘t wod kauld,
beginn' nu, — noch is 't nich te late.
Noch kans du warken, kum, en denk dooran:
de nacht dee kump,
woor nüms meer warken kan!

 
     
     
 
 
 
1733 Federzeichnung von Abraham Meyling
 
     
 

 

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