Herzlich willkommen auf der Homepage der
Heimatfreunde Neuenhaus
 
     
 

De Heimatfreunde van Nijnhus
wäinscht uw alle ’ne röstege Adventstied, moije en plesäerige Wiehnachten en föart neije Joar 2018 völl Glück,
dat Ij tefree ween könnt en gude Gesoundhäit.

 
     
     
 
 
 

 

Dezember

Dezember is de Wiehnachsmoand
En ok de Nyjoahrssender;
Nu koapt men gaue, wat sik loahnt:
Den nyen Heimatkalender!

 
 

 

 

 
 

Unser Weihnachtsmarkt + Brauchtumstag in Neuenhaus

lockte am ersten Adventswochenende zahlreiche Besucher an. Mit dabei waren auch stets der Nikolaus und seine Gehilfen.

Bei uns kam der Nikolaus mit dem „Zwarten Piet“ zu Besuch. Vor dem Eingang des alten Rathauses hat sich eine große Kinderschar mit ihren Eltern versammelt und nimmt kleine Geschenke entgegen. Der Nikolaus und sein Gehilfe sind hier allerdings schon ein wenig länger unterwegs, vorab haben sie drei Neuenhauser Altenheime und ihre Bewohner besucht.

Im Innern des Rathauses nutzen viele Menschen die Gelegenheit, in die Ausstellung der Heimatfreunde Neuenhaus zum Ersten Weltkrieg einzutauchen, die sich detailliert dem Schicksal von Bürgern der Samtgemeinde widmet. Die gut aufbereiteten und überaus sehenswerten Zeitdokumente können in der Ausstellung noch bis zum zweiten Weihnachtstag angeschaut werden.

Am Wochenende haben sich über 300 Besucher die Ausstellung angesehen.

Auf dem Vorplatz sorgen auf einer kleinen Bühne die Bläsergruppe des Schützenvereines sowie der niederländische Chor Belcanto für die musikalische Untermalung, während im großen Zelt eifrig zugunsten der Jugendabteilung von Borussia Neuenhaus geknobelt wird. „Glückliche Gesichter“

Der Weihnachtsmarkt wird von den Besuchern gut angenommen, das stimmt auch die Veranstalter zufrieden. „Wir haben nicht mit so viel Andrang gerechnet, das freut uns jetzt umso mehr“, sagt Timo Kaspers, Mitarbeiter im Ordnungsamt der Samtgemeinde Neuenhaus. „Vor allem bei den Kindern können wir heute in viele glückliche Gesichter schauen. Es ist eine wirklich gelungene Veranstaltung“, freut sich Jeannette Braakmann, die seit Anfang des Jahres Mitarbeiterin im Bereich Kultur der Samtgemeinde ist.

 
 
 
 
 
 

„Gefallen, vermisst, vergessen?“

Ausstellung der Heimatfreunde Neuenhaus im Alten Rathaus beleuchtet Folgen des Ersten Weltkriegs

Der Erste Weltkrieg hat auch etlichen Söhnen und Ehemännern aus der Samtgemeinde Neuenhaus das Leben genommen und Leid über deren Familien gebracht. Aus Anlass des Kriegsendes vor 100 Jahren präsentieren die Heimatfreunde Neuenhaus eine Ausstellung im Alten Rathaus.

GN vom 22.11.18 Von Sebastian Hamel

NEUENHAUS „...dass nie eine Mutter mehr ihren Sohn beweint.“ Dieser Satz, der in der Kriegsgräberstätte Golm auf der Insel Usedom zu lesen ist und sich auch in der DDRHymne wiederfindet, prangt in großen Lettern über den Schautafeln im Alten Rathaus in Neuenhaus. Darunter sind sind Dutzende Traueranzeigen angepinnt, von denen jede für sich den Tod eines jungen Menschen dokumentiert. Es ist ein bedrückendes Bild, das sich den Besuchern der Ausstellung „Gefallen, vermisst, vergessen?“ bietet. In anderthalbjähriger Arbeit haben die Heimatfreunde Neuenhaus das Schicksal der im Ersten Weltkrieg ums Leben gekommenen Soldaten aus den Mitgliedsgemeinden der Samtgemeinde Neuenhaus aufgearbeitet – und zeigen nun, wie euphemistisch der Begriff „Heldentod“ gefärbt ist und welches Leid der Krieg über die Menschen gebracht hat.

Insgesamt 160 Männer aus dem Gebiet der heutigen Samtgemeinde sind nicht aus dem Ersten Weltkrieg zurückgekehrt. Ihre Namen sind an verschiedenen Denkmälern zu lesen, werden aber im Vorbeigehen häufig nicht näher betrachtet, befindet Georg Hagmann, Vorsitzender der Heimatfreunde. Die Ausstellung soll das Schicksal der Verstorbenen und ihrer Angehörigen nun in den Fokus rücken. „Über die Ereignisse im Ersten Weltkrieg ist den den vergangenen vier Jahren schon viel berichtet worden. Es lag den Heimatfreunden daher am Herzen, in einer Ausstellung das Augenmerk auf die Gefallenen und Vermissten und die Folgen des Krieges für die Familien unserer Stadt und Samtgemeinde zu richten“, so Hagmann.

Nicht verblasst

Das Fragezeichen im Titel „Gefallen, vermisst, vergessen?“ zeigt an, dass die Ausstellung auch die Frage aufwirft, ob jegliche Erinnerung an das Leid vor 100 Jahren inzwischen verblasst ist – und die Antwort wird gleich mitgeliefert: So zeigt etwa die von der Familie Albers/Züwerink selbst erstellte Gedenktafel an den Soldaten Jan Albers eindrucksvoll, dass eine Auseinandersetzung mit den Geschehnissen

von damals noch heute stattfindet. 2014 hatten die Urenkel des Niedergrafschafters dessen Grab in Frankreich ausfindig gemacht – Albers‘ Frau war ein Abschiednehmen seinerzeit nicht vergönnt.

Hermann oude Voshaar und Harm Hensen bilden zwei weitere Einzelschicksale, welche die Ausstellung besonders hervorhebt. Hensens Geschichte beschreibt der Lehrer und Heimatdichter Karl Lilienthal, der von 1916 bis 1918 in Osterwald wirkte, in seinen Tagebuchaufzeichnungen, die zum Nachlesen nun im Alten Rathaus ausliegen. Darin zitiert er einen Brief Hensens, in welchem sich der Soldat auf ergreifende Weise an seine Frau wendet: „Wenn ich bleibe, klagt nicht um mich! Sorge für unsere sechs Kinder und das noch nicht Geborene. Sei mutig und unbescholten. Es gibt noch eine Zukunft für uns.“ Interessant sind auch die Briefe des Georgsdorfer Pastors Voget, die der Geistliche zwischen 1914 und 1918 an die Soldaten verschickte, um von Ereignissen aus der Heimat zu berichten. 165 dieser Schreiben liegen ebenfalls zum Nachschlagen aus. Ein beachtenswertes Ausstellungsstück ist darüber hinaus die Gedenktafel der katholischen Kirchengemeinde in Neuenhaus, welche an die Gefallenen aus den eigenen Reihen erinnert. Weitere Original- Exponate wie Ausweise, Orden und Helme vervollständigen die Ausstellung, ebenso wie Infotafeln des Emsland-Museums in Lingen, die über die Folgen des Krieges für die Region Auskunft geben. Zur Eröffnung am Freitag waren rund 50 Besucher erschienen, als Gäste konnten die Heimatfreunde Bürgermeister Paul Mokry, Kreisarchivar Christian Lonnemann sowie die Dichter Heidrun Gemähling aus Nordhorn und Heinrich Küper aus Grasdorf begrüßen. Lonnemann referierte über die Kriegervereine in der Grafschaft, während Gemähling und Küper mahnende Gedichte vortrugen. Sowohl Informationen über die Kriegervereine als auch verschiedene Gedichte sind in der Ausstellung einsehbar. Weiterhin liegt das jüngst erschienene Buch „Die Grafschaft Bentheim im Ersten Weltkrieg“ aus.

Die Öffnungszeiten sind bis zum zweiten Weihnachtsfeiertag jeweils sonntags von 14 bis 18 Uhr sowie zusätzlich am Sonnabend, 1. Dezember, ebenfalls von 14 bis 18 Uhr. Auch am ersten Öffnungssonntag seien rund 50 Besucher erschienen, berichtet Georg Hagmann. Und manch einer sei beim Blick auf die Todesanzeigen auf die Namen eigener Vorfahren gestoßen – und so zum Nachdenken angeregt worden.

In anderthalbjähriger Arbeit haben die Neuenhauser Heimatfreunde Ausstellungsstücke und Materialen zum Ersten Weltkrieg zusammengetragen.

 

 
     
     
 

Ausstellung
im Alten Rathaus, 49828 Neuenhaus, Hauptstrasse 24

vom 18.11. bis 23.12. Sonntags von 14.00 - 18.00 Uhr
Samstag 1.12. und 2. Weihnachtstag von 14.00 - 18.00 Uhr

 
     
 

 

 

 
 

 

 

Winterdag

Nu lig den snee up land en feld,
så kläin, bekrumpen is de weld,
et frös dat’t knapt door buten.
De kaulde maakd de mensschen drok,
en in de hüse mååld se ok
iesblomen up de ruten.

De sünne schiend, dat weer is kloor,
wat föör ne pracht is doch weer door!
Snee löcht' up weg' en stråten,
up busch en bååm en al 't gewas,
as of ’t beströjd met sukker was, —
lecht flimmerd feld en måten.

De sünne schiend, men wörmd nich meer,
de wind puust kauld van 't oosten weer,
et is nu heelmåls Winter.
Den snee den krååschet under ’n schoo,
et geet up middewinter to,
de kotten dage bint der.

Men is ok 't winter noch så kauld:
wij hebbt noch kölle, törf en hault
en ok wal wat te etten.
en 'n underdak, en noch völ meer,
drüm dank' wij unsen Lewen Heer
en sölt em noojt vergetten.

Karl Sauvagerd

     
     
 
 
 
 
1733 Federzeichnung von Abraham Meyling
 
     
 

 

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Die Einwohner aus Neuenhaus, den Nachbargemeinden, der Grafschaft, aber besonders auch Neuenhauser, die heute außerhalb und rund um den Globus verstreut leben, möchten wir ansprechen und ihnen, soweit das möglich ist, ein kleines Stück Heimat vermitteln.

In der Navigationsleiste ist erkennbar, mit welchen geschichtlichen und bis in die Gegenwart hineinreichenden Dingen wir uns beschäftigen.

Sollten Sie für dieses Anliegen Dokumente, z. B. handschriftliche Akten, Postkarten, Fotos, Karten und Briefe aus den Weltkriegen, die Zeitgeschichtliches beinhalten, alte Heimatliteratur, aber auch Gegenstände, die mit Neuenhaus in Zusammenhang stehen, besitzen und der Allgemeinheit zugänglich machen wollen, selbstverständlich ohne die Besitzansprüche daran zu verlieren, dann setzen Sie sich doch mit uns in Verbindung.

 

Ihre Heimatfreunde aus Neuenhaus