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Heimatfreunde Neuenhaus
 
     
     
 
 
 

 

 

KLOATSCHEETEN

 

Zu Beginn des neuen Jahres (bis ca. Ende März) ist die Saison der Hobby-Kloatscheeter. Das Gesellige steht hierbei ganz eindeutig im Vordergrund. Nachbarschaften, Kegelclubs, Sportvereine jedweder Art, Mitarbeiter von Firmen, Büros oder Verwaltungen kommen hierfür zusammen. Vor Spielbeginn werden in der Regel zwei Mannschaften gebildet und hierfür die Reihenfolge der Werfer ausgelost. Auch die Strecke, meistens über Wirtschafts- und Feldwege, ist vorher ausgesucht worden. Begonnen wird mit dem ersten Spieler einer Mannschaft, der den Kloat mit Schwung über die Strecke rollt. Der erste Werfer der gegnerischen Mannschaft versucht mit einem zweiten Kloat eine weitere Strecke zu schaffen. Von dem jeweiligen Endpunkt des Wurfes rollt der nächste Spieler der jeweiligen Mannschaft weiter. Gewonnen hat die Mannschaft, deren Kloat nach einem Durchgang die weiteste Strecke zurückgelegt hat.

Es gibt aber auch das Zielwerfen (z. B. in Lage), wo es einen Punkt für eine Mannschaft gibt, die eine zuvor gekennzeichnete Markierung als erste mit dem Kloat trifft. Es gibt dann pro Strecke ungefähr elf Punkte. Oft verlässt ein Kloat die Strecke und muss mühsam aus dem Seitenraum oder aus einem angrenzenden Wassergraben geborgen werden. Dazu wird ein so genannter Kloatsucher mitgeführt, um die Suche zu erleichtern. An Kreuzungen steht eine Wache für den Querverkehr.

Zur Versorgung während des drei- bis fünfstündigen Vergnügens in der freien Natur werden diverse Getränke wie Bier, Schnaps, Liköre, aber auch Tee und Kaffee mitgenommen. Dabei gibt es diverse Rituale, wie das Trinken eines Likörs an Kreuzungen. Auch Stärkungen wie Brötchen, Käse- und Wursthäppchen fehlen nicht. Als Transportmittel hierfür dienen Bollerwagen oder ähnliche Gerätschaften.

Mit Einbruch der Dunkelheit kehren die Gruppen regelmäßig in Gaststätten ein und nehmen hier ein vorher bestelltes deftiges Essen zu sich. Es besteht meistens aus Grünkohl mit Mettwürstchen und Speck. Da oft viele Gruppen in den Gaststätten zusammentreffen, klingt der Abend oft mit Tanz und Musik aus, dem sogenannten Kloatscheeter-Ball.

 

 
     
 

Pröatkes up Nijioahrsvisiten

Bakkers Hinnerk heff sien'n Mähdrescher ok noch nich betaalt. Unse Jungs vertäilden dat.

Joa, men dat sind ja ok sökke düre Dinger. `n paar Dage wödt se bruukt, en dann stoaht se't heele Joahr. Dee liedt mehr van't Stoahn as van't Lopen.

Sienen Öllsten, denn is ja nu soa üm de twintig , de hadde ko'nns sien Vaa is anschötten, dat he nu verdan ok wal is moal soa'n Auto hebbn woll, nett as de annern Jungs ok. Et bruukde ja nich nijt te wään.

"Och", hadde Hinnerk seggt, "ik weet't wall, Junge. Du hess düftig warkt, van't Summer. - Men soa lange as den Mähdrescher nicht betaalt is, möss du mi doar nich van proaten."

Du hadde den tweeden, den is sessteen, is versichtig froagt, of d'r dann föar em nich `ne Brummfietse ansatt. Men - he hadde desölwde Antwoart kregen.

Dann hebt se noch soa nen Kläinen, den geht noch noa de Schoole. De probeerde et ok is: "Papa, en wo is dat met ne nije Fietse föar mi? Den mienn, dat is doch niks mehr!"

"Ik weet't wal, mien'n Jungen", hadde Hinnerk seggt. "Men soa lange as den Mähdrescher nich betaalt is, möss du noch wochten."

De Junge, de hadde dat ja gar nich passt. En du he later oawer den Hoff geht, du sitt doar nett den Hahn up ne Henne. - He giff den Hahn nen Trapp ien'n Ärs, dat he wegflög en segg: "En soa lange as den Mähdrescher nich betaalt is, gehs du gefälligst ok te Foote!"

Heinrich Hensen

 
     
 
 
 
1733 Federzeichnung von Abraham Meyling
 
     
 

 

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