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Heimatfreunde Neuenhaus
 
     
 

November
De Nachte wot all oarig kault,
De Blaa verfarwt sick, kahl wot’t Hault,
De Blöömpies blöiht nich mehr dor buten,
Dorför by Frostweer an de Ruten.

 
     
 

Ausstellung
im Alten Rathaus, 49828 Neuenhaus, Hauptstrasse 24

vom 18.11. bis 23.12. Sonntags von 14.00 - 18.00 Uhr
Samstag 1.12. und 2. Weihnachtstag von 14.00 - 18.00 Uhr

 
     
     
 

Mahnende Worte von der „Heimatfront“

Neues Buch zum 1. Weltkrieg

Rund 1500 Grafschafter Soldaten verloren im Ersten Weltkrieg ihr Leben. Wie viel Not und Leid die Menschen an der Vechte seinerzeit überkam, zeigt ein neues Buch, das am 11. November vorgestellt wird. Auf 480 Seiten geht es um die „Heimatfront an der deutsch-niederländischen Grenze“.

Von Andre Berends

NORDHORN Am 11. November ist es genau 100 Jahre her, dass der Erste Weltkrieg mit dem Waffenstillstand von Compiégne ein Ende fand. 17 Millionen Menschen hatten zwischen 1914 und 1918 auf den Schlachtfeldern ihr Leben verloren – unter ihnen rund 1500 Soldaten aus der Grafschaft Bentheim. Auch wenn der Krieg selbst nicht den Landstrich an der Vechte erreichte, so waren doch die Auswirkungen dieses „Weltenbrandes“ an der „Heimatfront“ spürbar. Wie es den Soldaten und den Daheimgebliebenen erging, wird nun erstmals in einem Buch intensiv beleuchtet. Es trägt den Titel „Die Grafschaft Bentheim im Ersten Weltkrieg – ,Heimatfront‘ an der deutsch-niederländischen Grenze“ und wird, passend zum Kriegsende vor einem Jahrhundert, am Sonntag, 11. November, in Nordhorn vorgestellt. Herausgeber sind der aus Wietmarschen stammende und heute in Greven lebende Regionalhistoriker Dr. Helmut Lensing (redaktionelle Leitung) und Prof. Dr. Eugen Kotte von der Universität Vechta (wissenschaftliche Leitung).

Auf 480 Seiten stellen 26 Autoren – unter ihnen auch zwei Niederländer – ein breites Themenspektrum dar, das von der auf den Krieg ausgerichteten Gesellschaft und Wirtschaft und deren Folgen wie den Schmuggel im Grenzgebiet bis hin zur Rolle der Frauen und der Jugend reicht. „Wichtig war uns, dass die Fakten wissenschaftlich fundiert, aber gut verständlich und mit guter Bebilderung anschaulich vermittelt werden“, so Landrat Friedrich Kethorn und Josef Brüggemann. Er ist Vorsitzender des Heimatvereins Grafschaft Bentheim, der das Buchprojekt trägt.

Finanziell unterstützt wird das Vorhaben von der Grafschafter Sparkassenstiftung. Vorsitzender Hubert Winter übergab Kethorn und Brüggemann am Freitag im Kreisund Kommunalarchiv Nordhorn einen symbolischen Scheck über 20.000 Euro. Die Erinnerung an den Ersten Weltkrieg verblasse immer mehr, sagte Winter. Umso höher sei der Wert der neuen Dokumentation einzuschätzen, die einen beachtlichen Beitrag zur geschichtlichen Aufbereitung der Grafschaft zur Zeit des Ersten Weltkriegs biete. Winter erinnerte auch daran, dass die Sparkassenstiftung seit 1996 bereits 20 Bücher des Heimatvereins finanziell gefördert habe. In der Summe seien 366.000 Euro in diese Bücher und in weitere Projekte geflossen.

Das neue Buch wird ab 12. November im

Handel und in der Geschäftsstelle des Heimatvereins im Kreisarchiv zum Preis von 29,90 Euro erhältlich sein.

 

 

 

 

Nachtfrost

 

De Früchte stoaht soa moj up’t Land,
De Landlöe hebbt Pleseer,
Seggt, wenn se noa de Ackers goaht:
Soah moj stünd lang’ nicht mehr.
In ene kaule Juninacht
Is’t Unglück dann geböört,
Heel trörig kummt de Löe van’t Land,
En owerall wy hört:
Nachtfrost!

Men anders ok giff’t Nachtfrost mangs
Dat hele Lewen dör,
Wenn’t Wark am allermojsten is,
Kump Nachtfrost lichte vör.
Doarvan loat my nu is vertell’n,
Hört men verstandig to,
Gelegentlik segg Y dann ok,
Wenn’t vörkump sölws: „Oho,
Nachtfrost!“

Twee Noabers de verdrögen sick
Upfallend, metmekar,
Visiten maken, hen en her,
’t löp alles dörmekar.
Bis endliks dann dat hele Dorp
De Nyighäit is hört:
De grote Fröundschupp de is ut!
Wat was d’r dann geböört:
Nachtfrost!

En Wicht van füftehn, seßtehn Joahr,
Verliebt dat erste Moal,
Lewt ieder Dag in Selighäit,
Denkt nich an Sorg’ en Quoal.
Dor sött de Vaar dat junge Paar
En schennt: „So’n Kindery!
Seh’k dy noch eenmoal met den Sleef“,
Wicht reert: „Vörby, vörby!“
Nachtfrost!

Van Wilsons vertehn Punkte hebb
Y domoals all’ wall höart,
Men wat de Mann versprocken heff,
Nix is dervan geböart.
De Fredenssünne, hebb wy meent,
Makt uns nu wer gesund,
Men Dütschland quällden se verdann,
Wat tröck ower’n Völkerbund?
Nachtfrost!

As Hollands Güllen stünd soa hoch,
Löp all’s noa Holland gau,
Verdeend wöer tien moal mehr as hier,
Wat wassen alle slau!
Met Güllen handeld’ idereen,
Hebbt’n heerlik Lewen föahrt,
Met eenmoal was dat Spill vörby –
Wat was d’r dann geböart?
Nachtfrost!

Geert Raffke sick een Auto kofft,
Sien Glück dat was nu groot,
An Fietzen föhrt he stolz vörby,
An alles, wat günk te Foot.
He suusde dör de Stroaten hen,
Wat’t Tüüg men hollen kann,
Bis’t Auto tegen’n Boam anflög,
Dor jammerde de Mann:
Nachtfrost!

„Son bettien Smuggeln makt Pleseer“,
Lacht Geert, „natürlik wot
Heel klook van uns de Sake makt,
Wy weet’t ja wall, wut’t mot!“
Vergnögt Gesicht mök altied Geert,
Men dann was’t nich soa best –
Kommisen kwammen in’t Hus –
Wat was d’r dann nu west?
Nachtfrost!

Drüm bild’t U noit soa völle in,
Ok nich up Geld en Gut,
Nix heff Bestand up disse Welt,
Wo gau is alles ut!
En wenn mangs all’s up’t mojste latt
Noa unse kläin Verstand,
Dann treckt, ehr dat wy’t uns versehn,
Kault ower’t gröne Land
Nachtfrost.

     
     
 
 
 
 
1733 Federzeichnung von Abraham Meyling
 
     
 

 

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