Herzlich Willkommen auf der Homepage

der Heimatfreunde Neuenhaus

 
 
 

 
     
 

KLAGE NICH

 

Klage nich üm slechte tieden,
hes du noch dien daagliks brååd!
Wuvöl löö möt hunger lieden
rechtefoort en grote nååd!

Klage nich! As du gesund bis,
dat is meer as geld en good,
dat is gaar nich te betalen,
doorüm hol men goden mood!

Hes du reden is te klagen,
klage nich en denk d'r an:
Door is noch ‘nen God, dee altied,
ok in‘t swoorste, helpen kan!

Carl Sauvagerd

 

 

 
 
 

 

Liebe Mitglieder !

Das Thema Corona und Covid-19 nehmen wir weiterhin sehr ernst. Da uns die Gesundheit unserer Mitglieder am Herzen liegt haben wir eine große Bitte, haltet euch an die vorgeschriebenen Maßnahmen unserer Regierung, Abstand halten, Masken tragen und Kontakte mit mehreren Personen meiden. Nur dann können wir unseren Beitrag leisten, das weniger Menschen angesteckt und am Coronavirus sterben.

Ab 30.11.2020 die Corona NEWS unter

"Aktuelles"

Über unsere Internetseite und der GN halten wir euch auf dem Laufenden.

 
     
 

Veldhausen

Die Ortschaft Veldhausen ist ein über tausend Jahre altes Dorf und  Kirchspiel . Seit 1970 ist die Ortschaft ein Stadtteil von  Neuenhaus  im  Landkreis Grafschaft Bentheim  in  Niedersachsen .

Der Ort entstand als Kirchplatz für die umliegenden Gemeinden  Esche Grasdorf und  Osterwald . Diese erbauten nach 1411 die Kirche, da der Weg nach  Uelsen für viele zu weit und bei schlechter Witterung fast nicht möglich war. Um die aus  Bentheimer Sandstein erbaute Kirche gründete sich durch die Ansiedlung die spätere Ortschaft Veldhausen. Veldhausen wurde erst 1554 zunächst lutherisch und ab 1588 reformiert.

Die Schreibweise des Ortsnamens ist niederländisch geprägt, daher „Veld“ mit V und nicht mit einem hochdeutschen F. Das  Niederländische  wurde in Veldhausen noch bis ins 20. Jahrhundert als  Amtssprache  gesprochen. Dieser spielte auch bei den  Niederländischen Annexionsplänen nach dem Krieg  eine Rolle.

Am 1. Juli 1970 wurde Veldhausen in die Stadt Neuenhaus eingegliedert. Dies erfolgte gegen den Willen der Stadt Neuenhaus und wurde vom  Niedersächsischen Landtag  in Hannover beschlossen.

Wappen von Veldhausen

Das Wappen der ehemaligen Gemeinde Veldhausen zeigt auf rotem Felde ein silbernes Kriegszelt mit goldener Baronskrone, im unteren Teil die goldenen Schildbeschläge des Bentheimer Wappens. Krone und Zelt sind abgeleitet vom Feldherrn  Carl von Rabenhaupt , Baron zu Sucha. Carl von Rabenhaupt hatte während seines Feldzuges gegen den Fürstbischof von Münster ( Christoph Bernhard von Galen ) in den Jahren 1673/74 sein Hauptquartier in Veldhausen.

Bekanntester Bürger Carl van der Linde

 

Ev.ref. Kirche

Die evangelisch-reformierte Kirche in Veldhausen




Von welcher Seite wir in das Dorf Veldhausen kommen, immer grüßt der markante Turm der reformierten Kirche. Erst wenn wir näher ins Dorf gelangen, tritt neben dem hohen, quadratischen Sandsteinturm mit seiner schönen Ballustrade im Fischblasenmuster und seinem inwischen zum Wahrzeichen gewordenen "Notdach" das Kirchengebäude in den Blick. Die Kirche - ebenfalls aus Bentheimer Sandstein - ist ein einschiffiger gotischer Hallenbau. Sie ist in mehreren Bauabschnitten errichtet worden.

Mit dem Bau ist nach 1411 begonnen worden. Kirchenschiff und Chor wurden wahrscheinlich vor 1500 vollendet. 1822 ist an der Nordseite ein Querarm angebaut worden. Der Turm muss 1509 fertig gewesen sein. In diesem Jahr sind 2 Glocken von Westerhues gegossen worden. Eine dieser Glocken hat die Kriege überstanden und ist bis heute erhalten geblieben. Beim Gang um die 1994 sehr schön restaurierte Kirche fallen an den südlichen Stützpfeilern des Chores einige Inschriften aus den Jahren 1623 und 1651 auf. Die alte Sonnenuhr mahnt zur eiligen Abkehr von den Sünden, während zwei inschriften in Augenhöhe Christus als alleinige Säule, alleinigen Grund der Kirche bekennen. Weiter sehen wir eine Fülle alter Steinmetzzeichen und Jahreszahlen des Baus (nicht mehr genau zu entziffern) und der Renovierungen der Kirche 1853. Im Bereich der Türen der Südseite sind eine Reihe sogenannter "Pestschaben" eralten. Sie berichten von Not und Hilflosigkeit früherer Generationen im Umgang mit der schrecklichen Krankheit. Man sprach dem abgeschabten Sandstein der Kirche heilende Wirkung zu.

Betreten wir die Kirche durch den Turm, gewinnen wir noch beinahe unverstellt den Eindruck der gotischen Hallenkirche. Sie weist zwar nur noch wenig Zeugnisse ihrer ersten Zeit auf, doch beeindruckt sie durch ihre klare, schlichte Architektur. Von ihrem Ursprung her sind die weideraufgefrischten und ergänzten Buketttmalereien um die Gewölbeschlusssteine (Lebensbäume) beachtenswert. Ein Schlussstein (in der Nähe der Orgel) lässt ein Gesicht erkennen. Die innere Gestaltung der Kirche bezeugt ihre lange reformierte Geschichte.

Um die Sandsteinkanzel aus dem 17. Jahrhundert gruppieren sich die Bänke nach drei Seitenhin. Mittelpunkt der Kirche ist die Kanzel, der Predigtstuhl, weil Mitte des reformierten Gottesdienstes die Verkündigung des Evangeliums ist. Vor der Kanzel ist vor einigen Jahren der alte Taufstein aufgestellt worden, nachdem er lange Jahre im Garten eines Pfarrhauses fast vergraben war. 'Die schlichte Form seines Sandsteinbeckens deutet auf en höheres Alter als das der Kirche hin. Leider blieb sein Sockel unauffindbar. An alten Gegenständen sind in der Kirche nur noch die beiden Kronleuchter mit Amsterdamer Wappen und Reste des alten Gestühls im Chor (1637) und als Ballustrade der Empore im nördlichen Anbau zu sehen. Juwel der Veldhausener Kirche ist ihre Orgel. Sie wurde 1793 von dem Orgelbauer Courtain im französischen Stil gebaut. Nach einer gründlichen Erforschung ihrer ursprünglichen Disposition und sorgfältiger Renovierung durch die Orgelbaufirma Verschueren aus Holland Ende der 80er Jahre ist sie heute das einzige originalgetreue Instrument dieses Orgelbauers im deutschen Raum.

Manche alte Übung hat sich um die Veldhausener Kirche erhalten. So wird - wie sicher fast überall - dreimal am Tag geläutet, morgens um 7.00 Uhr, mittags um 12.00 Uhr, abends um 21.00 Uhr. Nicht die Tageszeit sollen die Glocken ansagen, sie rufen die Gemeinde zum Gebet. Samstags um 18.00 Uhr läuten die Glocken den Sonntag ein und rufen am Sonntag zum Gottesdienst, wie sie auch die Gemeinde zu Gottesdiensten in der Woche, bei Trauungen und Beerdigungen etwa, einladen. Stirbt ein Gemeindeglied schlagen morgens um 8.30 Uhr die Glocken an, wohl um die ganze Gemeinde Anteil nehmen zu lassen an der Trauer einzelner Gemeindeglieder bzw. Familien. Die Glocken zeigen an, ob ein Kind gestorben ist - sie schlagen dreimal an -, eine Frau - sie schlagen zweimal an -, oder ein Mann - sie schlagen einmal an.
Die drei Glocken der Kirche tragen folgende Inschriften: Die große Glocke: gegossen 1949 von Gebr. Rincker Sinn "Der Herr soll Herr über euch sein".
Die mittlere Glocke: gegossen 1509 von Wolter Westerhues, umgegossen 1949 von Gebr. Rincker Sinn "Allein Gott in der Höh sei Ehr".
Die kleine Glocke: gegossen im Jahre 1839 von J.B. Bubous "vivos voco, mortuos plango, fulgura frango" (übersetzt: Die Lebenden rufe ich, die Toten beklage ich, die Blitze breche ich). Die Inschrift auf dem Mantel der Glocke latutet: "Uit gevoel tot dankbarheid aan God is tot het omgegen dezer klok door Jan Harm Raben en Berndina Raben drie hondert gulden gegeven".

Um Weihnachten und zum Jahreswechsel pflegen die jungen Leute des Dorfes den alten Brauch des "Beierns" (die Glocken werden mit der Hand angeschlagen).
Bei der Außenrenovierung der Kirche 1994 wurde eine alte, gut erhaltene Grabplatte der Familie von Stampa aus dem Jahre 1716 zu Tage gefördert. Sie hat ihren Platz im Innern des Turmes gefunden.

Die Veldhausener reformierte Kirche bietet viele interessante Einblicke in die Geschichte der Gemeinde. Ihr eigentlicher Sinn und ihre Würde wird bleiben, Ort des Gottesdienstes und Mitte der Gemeinde zu sein.

Bernhard Roth

Die Windmühle vom Typ Galerieholländer in Veldhausen

 

Die Windmühle vom Typ Galerieholländer in Veldhausen ist über 200 Jahre alt. Sie wurde 1789 erbaut, stand bei Betriebsaufnahme aber im Dienst der Güterverwaltung des Kurfürstentums Hannover, da die Grafschaft Bentheim damals an Hannover verpfändet war. Die Steine für den Bau stammen aus den Bentheimer Sandsteinbrüchen. Allein für das Heranschaffen der Steine brauchte man ein halbes Jahr. Bis zu 23 Fuhrwerke, von denen jedes mit mindestens 11 Steinen beladen war, kamen in der Woche in Veldhausen an. Aufgrund dieser Umstände waren die Transportkosten doppelt so hoch wie die Kosten für die Sandsteine. Aufgrund der Tatsache, dass das Mahlen mit Wind mit der Zeit unrentabel wurde, war auch diese Mühle von dem Abriss bedroht.

Aus Denkmalschutzgründen wurde die Mühle dann aber in den Jahren 1986/1987 vollständig renoviert. Auch wurde ein funktionstüchtiges Mahlwerk eingebaut, das die Hobbymüller des Mühlen- und Brauchtumsvereins Veldhausen und Umgebung e.V. in den Sommermonaten jeden Samstagnachmittag in Betrieb nehmen, um Einheimischen und Touristen das Müllerhandwerk wieder etwas näher zu bringen.

 

BACKHAUS

Das Backhaus wurde im Jahr 2003 nach historischer Vorlage neu errichtet. Es handelt sich um ein Fachwerkgebäude mit Satteldach. Nach traditioneller Bauweise wurden Hohlziegeln auf Strohdocken verwendet. Ein halbrundes Gewölbe kennzeichnet den Steinofen. Einmal im Monat oder bei Sonderveranstaltungen wird Brot gebacken.

 
     
 

Wir, die Heimatfreunde bedanken uns

alle merken, dass der normale Alltag aus den Fugen geraten ist. Wir müssen auf viel verzichten und zwar weltweit, vor allem auf soziale Kontakte, Feste, Reisen.

Wir entdecken unsere Heimat und die nähere Umgebung.

Nicht alle Menschen kommen so entspannt durch diese Zeit, sondern sorgen unter anderem dafür, dass wir Alten ein Stück Normalität haben.

Jeden Morgen werden wir mit den Grafschafter Nachrichten versorgt. Nicht vorzustellen ein Frühstück ohne die Zeitung mit aktuellen Nachrichten aus der Region und aller Welt. Nicht nur Corona-Informationen erfahren wir, sondern eben auch noch erfreulich viel Anderes – wohltuend „Normales“. Wir danken den Zeitungszusteller/innen, den Redakteuren der GN für diesen Service.

Besonderen Belastungen sind die Ärzte/Hausärzte, das Pflegepersonal, sowie die Besatzungen der Krankenwagen ausgesetzt. Aufopferungsvoll kümmern und versorgen sie unsere Alten und Kranken in den vielen Altenheimen und Pflegestationen, in der Euregioklinik und auf den Krankenstationen. Ihnen gilt unsere Wertschätzung und unser Dank. Aber auch den vielen Angestellten in den Supermärkten und Lebensmittelgeschäften sowie den Apotheken danken wir. Sie haben zurzeit besonders viel zu bedenken wegen der zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen und der starken Nachfrage.

Viele Menschen sind das erste Mal in ihrem Leben mit einer so Angst einflößenden Situation konfrontiert. Aber das Gute: Die Menschen halten zusammen. Zahlreiche, kreative „Gutes-Tun“-Mitmenschen, wie z B. die Jugendlichen, die für uns einkaufen, Nachbarn, Bekannte und Freunde, die uns Mut zusprechen. Dazu gehört auch der Mann an der Tankstelle, der Postbote, die Polizei, der Pastor. Nicht zu vergessen die Politiker, die sich für unsere Gesundheit einsetzen und wichtige Entscheidungen treffen. Kurzum allen die uns in dieser schwierigen Zeit helfen und uns durch sie leiten. Allen danken wir von ganzem Herzen!

Beim abendlichen Glockenläuten wollen wir an sie denken und sie in unser Gebet einschließen.

 
     
 

Durch unseren Internetauftritt geben wir Ihnen die Möglichkeit, sich einen kleinen Einblick in unseren Verein zu verschaffen.

Die Einwohner aus Neuenhaus, den Nachbargemeinden, der Grafschaft, aber besonders auch Neuenhauser, die heute außerhalb und rund um den Globus verstreut leben, möchten wir ansprechen und ihnen, soweit das möglich ist, ein kleines Stück Heimat vermitteln.

In der Navigationsleiste ist erkennbar, mit welchen geschichtlichen und bis in die Gegenwart hineinreichenden Dingen wir uns beschäftigen.

Sollten Sie für dieses Anliegen Dokumente, z. B. handschriftliche Akten, Postkarten, Fotos, Karten und Briefe aus den Weltkriegen, die Zeitgeschichtliches beinhalten, alte Heimatliteratur, aber auch Gegenstände, die mit Neuenhaus in Zusammenhang stehen, besitzen und der Allgemeinheit zugänglich machen wollen, selbstverständlich ohne die Besitzansprüche daran zu verlieren, dann setzen Sie sich doch mit uns in Verbindung.

 

Ihre Heimatfreunde aus Neuenhaus